Google Analytics 4 – Alles Neue im Überblick

Die nächste Generation von Google Analytics, genannt Google Analytics 4-Property, ist eine neue Art von Property, welche plattformübergreifendes Tracking ermöglicht und andere Berichte als die bisherigen Universal Analytics-Properties erstellt.

Das Nutzerverhalten auf der eigenen Webseite im Detail analysieren zu können, stellt die Basis für Optimierungen und Erfolgskontrolle dar – sowohl für die Webseite selbst als auch für die verschiedenen Akquise-Kanäle. Google Analytics ist der Klassenprimus unter den Tracking-Lösungen und dominiert den europäischen Markt der Web-Analyse dank intuitiver Bedienung und kostenloser Nutzung. Seit Oktober 2020 ist eine neue Version des Analysetools für Beta-Tester verfügbar, nun wurde es für alle Analytics-Konten eingeführt.

Was ist neu in Google Analytics 4?

Google Analytics 4-Properties verfolgen einen komplett neuen Ansatz der Datenanalyse, den es bisher so auf Google Analytics nicht gab.

Plattformübergreifendes Tracking: App und Webseite können in derselben Property gemessen werden, wodurch Marketer einen vollständigeren Überblick darüber erhalten, wie Nutzer mit dem Unternehmen interagieren. Domainübergreifendes Tracking ist weiterhin möglich, nun sogar einfach von der Plattform aus konfigurierbar.

Nutzer-Fokus: Während bei Universal Analytics der Fokus auf Sitzungen liegt, hat GA4 den Schwerpunkt auf dem Nutzer. Ereignisse wie Klick und Scroll sind standardmäßig enthalten und können ohne Code-Anpassungen in die Berichte aufgenommen werden.

Maschinelles Lernen: Universal Analytics arbeitet mit einfachen Algorithmen zur Analyse, Google Analytics 4 nutzt maschinelles Lernen, um Vorhersagen zu treffen. Dieses prädiktive Modell konzentriert sich auf zukünftige Trends, anstelle einer simplen Analyse der Vergangenheit. Smarte Insights erkennen Tendenzen und verhelfen zu proaktiverem Marketing.

Berichte: Das bisher standardmäßige UA basiert zu einem großen Teil auf Datenansichten mit verschiedenen Filtern. Bei GA4 sind Daten in diesem Format nicht verfügbar. Die neuen, visuell gestalteten Berichte beinhalten weiterhin Informationen zur Akquise, Demografie und Technologie, zudem aber auch Berichte zum Nutzer-Engagement, der Monetarisierung und Bindung.

Google Analytics 4 einrichten

Unter „Verwaltung“ in Google Analytics könnt ihr eine neue Property hinzufügen. Standardmäßig wird inzwischen bereits die Google Analytics 4 Property ausgewählt.

Nach der Erstellung der Property folgt der wichtigste Schritt: Die Erstellung der Datenstreams. Unter Verwaltung > Property findet ihr die Optionen, Streams für Apps und Web anzulegen. Gebt hier die URL der Webseite bzw. den Paketnamen der App an und folgt dem Assistenten, um festzulegen, welche Ereignisse automatisch erfasst werden sollen. Da nicht die Sitzungen, sondern Ereignisse Grundlage für GA4 sind, ist die Konfigurierung des Datenstreams unverzichtbar.

Der allgemeine Webseite-Tag kann wie gehabt direkt auf der Webseite, oder auch über den Google Tag Manager eingefügt werden. Wenn ihr bereits gtag.js auf eurer Website verwendet, kann dieser letzte Schritt übersprungen werden, indem ihr „Datenerhebung unter Verwendung der vorhandenen Tags aktivieren“ auswählt.

Google Analytics 4 und Datenschutz

Neue Datenschutzgesetze sind stets eine Herausforderung für Online-Werbetreibende. Die aktuelle Vorgehensweise zur Datensammlung scheint in Anbetracht der steigenden Sorgen bezüglich Sicherheit und Privatsphäre ein Auslaufmodell zu sein.

Die neue Version von Google Analytics nimmt sich diesem Problem an: Google Analytics 4 verspricht weniger Ungewissheit durch detaillierte Steuermodelle zur Datengewinnung und die Datensammlung ohne Cookies.

Zudem werden Daten, wie beispielsweise die IP-Adresse, standardmäßig anonymisiert. Dank Datenmodellierung können eventuell entstehende Lücken gefüllt werden, wodurch trotz erhöhter Privatsphäre alle nötigen Informationen zur Verfügung stehen.

Wie auch bisher gilt, dass ihr ein Opt-in der Nutzer benötigt, um Daten sammeln zu können. Die Fristen für die Aufbewahrung haben sich allerdings geändert und die Optionen sind in der neuen Version nun auf 2 und 14 Monate beschränkt.

Google Analytics 4 steckt noch in den Kinderschuhen, was viele Marketer vorerst davon abhalten wird, komplett auf die neue Version umzusteigen. Wir empfehlen, bereits jetzt eine Google Analytics 4-Property zu erstellen und diese parallel zu den bisherigen Properties zu verwenden. Dadurch werden bestehende Daten und Analyse-Möglichkeiten nicht beeinträchtigt, du kannst aber bereits wichtige Informationen sammeln und von den schrittweisen Verbesserungen und Erkenntnissen des Tools profitieren. Universal Analytics und Analytics 4 schließen sich keinesfalls aus, vielmehr bieten sie unterschiedliche Sichtweisen auf das Geschehen deiner Webseite.

Responsive Suchanzeigen – halten sie, was sie versprechen?

Mit den sogenannten RSA, responsiven Suchanzeigen, geht Google einen weiteren Schritt Richtung Automatisierung seiner Werbeplattform. Was genau steckt hinter diesem Anzeigenformat und lohnt sich die Erstellung der responsiven Anzeigen?

Bereits seit 2018 können responsive Suchanzeigen geschaltet werden. Die Grundidee? Ein einfaches Baukastensystem. Werbetreibende geben eine Liste an möglichen Inhalten für die Anzeigen an, Google kümmert sich im Anschluss an die Zusammenstellung der Elemente für die Anzeige. Dadurch ergibt sich ein halbautomatisches System, bei dem der Marketer zwar die Kontrolle über die Inhalte der Anzeige, jedoch nicht die genaue Präsentation hat.

Erweitert, dynamisch, responsiv?

Schon lange gibt es auf Google nicht nur ein Format für Textanzeigen. Bei all den verschiedenen Anzeigenformaten und unterschiedlichen Optionen zur Automatisierung kann durchaus Verwirrung aufkommen.

Erweiterte Textanzeigen: Diese Anzeigen sind die Weiterentwicklung der ursprünglichen Standard-Anzeigen, welche inzwischen nicht mehr unterstützt werden. Die Anzeigen bestehen aus bis zu drei Anzeigentiteln mit maximal 30 Zeichen, sowie zwei Beschreibungen mit bis zu 90 Zeichen. Alle Inhalte werden vom Nutzer angegeben und von Google exakt übernommen.

Responsive Suchanzeigen: Die Zeichenbeschränkungen sind dieselben wie auch bei den erweiterten Textanzeigen. Allerdings besteht die Möglichkeit, bis zu 15 verschiedene Titel und vier Beschreibungen anzugeben, die Google dann beliebig kombiniert.

Dynamische Suchanzeigen: Dieser Anzeigentyp wird in gesonderten Kampagnen verwendet. In dynamischen Suchkampagnen nutzt Google Inhalte der Webseite, um relevante Suchbegriffe zu identifizieren, Zielseiten zu wählen und Anzeigentexte zu erstellen.

Während bei dynamischen Suchanzeigen weder Anzeigentexte noch Keywords angegeben werden, sind responsive Suchanzeigen lediglich eine Alternative zu klassischen Textanzeigen in regulären Suchkampagnen. Durch die Automatisierung der Auslieferung verspricht Google mehr Flexibilität und bessere Ergebnisse.

Responsive Suchanzeigen erstellen

Im Tab Anzeigen und Erweiterungen des Seitenmenüs lassen sich bereits bestehende Anzeigen einsehen. Auf derselben Seite befindet sich auch das übliche Pluszeichen, durch das neue Elemente hinzugefügt werden können. Hier steht neben der Erstellung einer Textanzeige auch die Option zur Erstellung einer responsiven Suchanzeige zur Verfügung.

Nun können mehrere Anzeigentitel und Beschreibungen angegeben werden. In einer Vorschau werden einige Beispielanzeigen zusammengestellt, die aus der Kombination dieser Elemente entstehen könnten. Allerdings werden nicht alle Kombinationen gezeigt, sondern nur eine kleine Auswahl der vielen Möglichkeiten.

Vor- und Nachteile responsiver Suchanzeigen

Die Vorteile responsiver Suchanzeigen scheinen auf der Hand zu liegen. Durch eine Vielzahl an möglichen Anzeigen und die Optimierung seitens Google, können relevantere Anzeigen geschaltet werden, die sowohl Klick- als auch Abschlussraten erhöhen. Da nicht manuell getestet werden muss, sondern die Automatisierung vom maschinellen Lernen profitiert, wird außerdem viel Zeit gespart, die für sonstige Kampagnen-Optimierungen verwendet werden kann.

Die flexiblen Anzeigen, die sich automatisch an die Breite des Endgerätes des Suchenden anpassen, können zudem aufgrund der unterschiedlichen Anzeigentitel und Beschreibungen an mehr Auktionen teilnehmen als statische Textanzeigen. Sprich: Sie können bei einer größeren Anzahl an Suchanfragen ausgeliefert werden. Dies kann zu einem Anstieg an Impressionen, Klicks und Abschlüssen im Vergleich zu erweiterten Textanzeigen führen.

Der Hauptnachteil von responsiven Suchanzeigen liegt wie so häufig bei automatisierten Google-Funktionen im Bereich der Ergebniskontrolle und -auswertung. Daten bezüglich der Klicks und Abschlüsse sind nur für die Anzeige als Ganzes, nicht aber für jede Variation verfügbar. Allgemeine Daten bezüglich Impressionen und verwendeter Variationen lassen sich im Assetbericht für responsive Suchanzeigen einsehen. Für versierte Marketer mit hohen Ansprüchen an quantitative Einblicke sind die Informationen allerdings nicht ausreichend.

Lohnen sich responsive Suchanzeigen?

Die Meinungen der Experten könnten unterschiedlicher nicht sein. Während viele Werbetreibende mit statischen Anzeigen bessere Ergebnisse erzielen, schwören andere auf responsive Suchanzeigen. Beide Seiten verweisen auf Beispieldaten eigener Google Konten. Damit wird offensichtlich, dass alleine die Erstellung von responsiven Anzeigen nicht zwingend zu einer Verbesserung der Ergebnisse führt. Vermeidet die folgenden Fehler, um mit responsiven Suchanzeigen Erfolg zu haben.

Alles dem Algorithmus überlassen: Responsive Anzeigen versprechen, die passende Kombination aus Anzeigentiteln und -beschreibungen für jede Suche zu finden. Lasst euch von diesem Versprechen jedoch nicht täuschen. Responsive Suchanzeigen können dazu verleiten, dieselben Anzeigen in einer Vielzahl an Anzeigengruppen und Kampagnen zu verwenden. Auch wenn Google die Anzeigen automatisch optimiert, sollten wir unseren Teil zur Anzeigenrelevanz beitragen. Wie auch bei klassischen Textanzeigen ist es daher von höchster Bedeutung, die Anzeigeninhalte an die Anzeigengruppe anzupassen, um die Übereinstimmung mit den Suchbegriffen zu erhöhen.

Zu viele responsive Anzeigen: Pro Anzeigengruppe sind maximal drei responsive Anzeigen möglich, empfohlen wird aber nur eine einzige. Dies rührt daher, dass das maschinelle Lernen mit zu vielen responsiven Anzeigen längere Zeit in Anspruch nimmt. Aus den 15 möglichen Titeln und 4 möglichen Beschreibungen wählt Google je nach Suche zwei bis drei Titel und eine oder zwei Beschreibungen aus. So bietet eine einzige responsive Suchanzeige bereits über 40.000 Kombinationsmöglichkeiten. Dies ist Grundlage genug, um erfolgreiche Kombinationen zu finden.

Keine angepinnten Elemente: Während die Vielzahl an Kombinationen hohes Potenzial für Optimierung mit sich bringt, besteht zugleich die Gefahr, dass wichtige Elemente nicht immer gezeigt werden. Den Markennamen oder die wichtigste Botschaft in mehreren Titeln und Beschreibungen zu wiederholen ist allerdings keine gute Alternative, da Google die Elemente beliebig kombiniert und Anzeigen durch die Wiederholung schnell unnatürlich oder sehr repetitiv klingen. Eine bessere Lösung ist das Anpinnen einzelner Titel oder Beschreibungen. Anpinnen bedeutet, dass das ausgewählte Element an eine bestimmte Position fixiert wird. So erscheint dieses bei jeder Auslieferung an der gewählten Position.

Richtig konfiguriert sind responsive Suchanzeigen ein leistungsstarkes Anzeigenformat, das durch Flexibilität und maschinelles Lernen zu mehr Impressionen und besseren Ergebnissen beitragen kann. Mit zwei erweiterten Textanzeigen sowie einer responsiven Suchanzeige pro Anzeigengruppe schafft ihr die perfekte Basis, um selbst zu testen, welches Format eure Bedürfnisse besser erfüllt.

Smarte Shopping Kampagnen: Vor- und Nachteile auf einen Blick

Smarte Shopping-Kampagnen sind ein Untertyp der regulären Shopping-Kampagnen, der Google Shopping und Remarketing im Display-Netzwerk vereint. Was sich hinter dem Kampagnen-Typ verbirgt und für wen die smarten Kampagnen geeignet sind, erfahrt ihr hier.

Google will mehr Werbetreibende dazu bewegen, Shopping-Kampagnen zu nutzen. Die Wiedereinführung von kostenlosen Produkteinträgen war ein Hinweis darauf, dass Google Shopping einer breiteren Masse an Nutzern zugänglich gemacht werden soll. Auch smarte Shopping-Kampagnen scheinen dieses Ziel zu verfolgen: Durch vereinfachte Kampagnenverwaltung eignen sich diese Kampagnen auch für Shop-Betreiber, für die Shopping-Kampagnen bislang zu viel Aufwand darstellten.

Wie funktioniert Smart Shopping?

Smarte Shopping Kampagnen bilden eine Kombination aus einer Shopping- sowie einer Display Remarketing-Kampagne. Anstelle zwei verschiedener Kampagnen ist mit Smart Shopping als nur noch eine nötig. Die Anzeigen sind komplett automatisiert und werden in Google Shopping, im Google Display-Netzwerk, sowie auf YouTube und Gmail ausgeliefert. Sowohl Platzierungen als auch Gebote werden von Google gesteuert.

Für die Erstellung gibt es nur wenige Anforderungen. Ihr benötigt ein Google Ads Konto, das mit einem Google Merchant Center Konto verknüpft ist und einen Produktfeed. Zudem sollten Conversion-Tracking und der allgemeine Webseite-Tag vorhanden sein. Kampagnen können zwar auch ohne eingerichtetes Tracking erstellt werden, die Ausgaben können jedoch eingeschränkt sein und eine Optimierung basierend auf Verkaufszielen ist nicht möglich.

Bei der Erstellung einer Shopping-Kampagne kann nun der Typ Smarte Shopping-Kampagne gewählt werden. Wie auch bei Standard-Kampagnen wird im ersten Schritt sowohl das Tagesbudget als auch das Absatzland festgelegt. Die Gebotsstrategie ist in smarten Kampagnen bereits festgelegt: Optimiert wird für den Conversion-Wert, zudem kann ein Ziel-ROAS angegeben werden.

Im nächsten Schritt werden die Produktgruppen ausgewählt. Sollten alle Produkte ein ähnliches ROAS-Ziel verfolgen, kann es sich anbieten, alle Produkte in einer Kampagne zu vereinen. Dies erleichtert die Verwaltung und kann die Leistung der Kampagne verbessern.

Zudem können an dieser Stelle weitere Assets hinzugefügt werden. Aus diesen Assets werden später Shopping- und Remarketing-Anzeigen für das Display-Netzwerk generiert. Sie werden automatisch in mehreren Varianten kombiniert, um verschiedene Anzeigen zu erstellen und die erfolgreichsten Kombinationen auszuliefern.

Unterschiede Smart vs. Standard Shopping

Optisch besteht kein Unterschied zwischen smarten und regulären Shopping-Anzeigen. Ob in der Google Suche oder im Display Netzwerk – die Anzeigen sind für den Endnutzer nicht von Standard-Anzeigen unterscheidbar. In der Erstellung und Optimierung der Kampagnen bestehen jedoch große Unterschiede.

Während in Standard-Shopping-Kampagnen Gebote selbst festgelegt werden, wird das Gebotsmanagement in smarten Kampagnen komplett von Google übernommen. Steuerung der Ausgaben erfolgt hauptsächlich über das zugeordnete Tagesbudget. Sind bereits ausreichend Zielabschlüsse vorhanden kann zudem ein Ziel-ROAS festgelegt werden. Entsprechend dieser Automatisierung fallen auch verschiedene Optimierungsmöglichkeiten wie Gebotsanpassungen oder negative Keywords weg.

Smarte Shopping Kampagnen werden in mehr unterschiedlichen Formaten ausgeliefert und Remarketing ist in den Kampagnen enthalten, wodurch sie meist mehr Impressionen erzielen als Standard-Kampagnen. In den Suchergebnissen haben smarte Kampagnen zudem Priorität – sie werden also den Standard-Anzeigen vorgezogen, bis ihr Budget ausgeschöpft ist.

Vorteile von Smart Shopping

Manuelle Optimierung von Shopping-Anzeigen kann sehr zeitraubend sein. Die einfache Handhabung ist daher eines der Hauptargumente für smarte Kampagnen. Der Kampagnen-Typ eignet sich durch die leichte Verwaltung sowohl für Einsteiger als auch für Shop-Betreiber mit wenig verfügbaren Ressourcen.

Die Gebotsstrategie ist auf Ziel-ROAS und Umsatzmaximierung ausgerichtet und wird durch maschinelles Lernen kontinuierlich analysiert und optimiert – ein Aufwand, der in diesem Maße manuell nicht zu bewältigen wäre.

Smarte Kampagnen werden zudem wie eingangs erwähnt auf verschiedenen Kanälen ausgeliefert. Daher haben sie eine höhere potenzielle Reichweite als Standard-Shopping-Kampagnen und können durch die Integration von Remarketing entlang des kompletten Funnels agieren.

Nachteile von Smart Shopping

Die Kombination mit Display-Anzeigen führt zwar zu einer einfacheren Verwaltung, erschwert aber die Ergebnisanalyse. Das Nutzerverhalten von Display- und Suchanzeigen ist nicht dasselbe, die Daten der verschiedenen Formate sind jedoch nur kombiniert verfügbar. Dies macht einen Vergleich mit den Ergebnissen vorheriger Standard-Kampagnen kaum möglich.

Gebotsanpassungen wie wir sie von Standard-Kampagnen gewohnt sind – beispielsweise nach Gerät, Nutzerlisten und Standorten – suchen wir in smarten Kampagnen vergebens. Das Wegfallen dieser Optimierungshebel sorgt dafür, dass Werbetreibende bei eventuell auftretenden Problemen nur wenig Aktionsmöglichkeiten haben.

Auch negative Keywords gibt es in smarten Kampagnen nicht. Doch das ist längst nicht alles: Smarte Shopping-Kampagnen bieten keinerlei Informationen zu den verwendeten Suchbegriffen. Für kleine Konten mag dies akzeptabel sein, wer jedoch in großem Stil Shopping-Kampagnen schalten will, benötigt diese Information, um Produkt-Titel oder Beschreibungen optimieren zu können.

Google Smart Shopping kann eine gute Einstiegsmöglichkeit für relativ neue Marketer darstellen oder dann hilfreich sein, wenn nicht ausreichend Zeit für manuelle Optimierung von Standard-Shopping-Kampagnen verfügbar ist. Das Format kommt allerdings mit großen Einschränkungen in der Transparenz und Kontrolle, wodurch insbesondere erfahrene Marketer mit hohen Ansprüchen an ihre Grenzen stoßen können.

6 Tipps für einen höheren Google Ads Qualitätsfaktor

Praktische Ideen, um den Qualitätsfaktor auf Google zu erhöhen. Mit diesen einfachen und schnell umsetzbaren Methoden gehören niedrige Quality Scores der Vergangenheit an!

Der Qualitätsfaktor beeinflusst, wie viel wir pro Klick auf Google Ads zahlen und ob unsere Anzeigen geschaltet werden. Kein Wunder also, dass viele Marketer nahezu von dieser Kennzahl besessen sind.

Bei dem Qualitätsfaktor handelt es sich um eine Zahl von 1 bis 10, die jedem Keyword einzeln zugeordnet wird. Diese Kennzahl setzt sich aus drei Elementen zusammen: Anzeigenrelevanz, voraussichtliche Klickrate und Nutzererfahrung auf der Zielseite. Der Qualitätsfaktor beschreibt dadurch den gesamten Suchprozess und für optimale Ergebnisse müssen alle Faktoren in Betracht gezogen werden. Im Folgenden findet ihr 6 praktische Tipps, um in allen drei Bereichen bessere Ergebnisse zu erzielen.

#1 Spezifische und natürliche Anzeigen

Viele Werbetreibende versuchen so viele Keywords wie möglich in einer Anzeige unterzubringen, um hohe Relevanz zu erzeugen. Diese Anzeigen wirken dadurch jedoch oftmals unnatürlich und weniger ansprechend auf die Suchenden. Um diesem entgegenzuwirken gilt die Faustregel, einen Suchbegriff höchstens zwei Mal pro Anzeige zu verwenden. Keyword-Platzhalter in Überschriften können eine gute Alternative sein, um zwar die gesuchten Begriffe zu verwenden, zeitgleich aber auch der natürlichen Sprache der Nutzer zu folgen.

Anstatt möglichst viele Informationen in einer Anzeige zu übermitteln, solltet ihr euch zudem auf die wesentlichen Vorzüge konzentrieren. Findet heraus, welche Faktoren für eure Zielgruppe am wichtigsten sind, und nutzt lediglich diese in den Anzeigentexten. Der Nutzer muss das Gefühl haben, genau das zu finden, wonach er sucht.

#2 Das schwächste Glied stärken

Jeder einzelne der drei genannten Bereiche trägt einen wichtigen Teil zum Qualitätsfaktor bei. Daher bietet es sich im Idealfall an, alle drei Faktoren zu optimieren. Um mit begrenzter Zeit effizient schnelle Verbesserungen zu erzielen, macht es aber Sinn, für diese Optimierungen klare Prioritäten zu setzen.

In der Übersicht der Suchbegriffe eines Kontos oder einer einzelnen Kampagne, lassen sich weitere Spalten zum Qualitätsfaktor hinzufügen. Diese helfen dabei, den letztendlichen Qualitätsfaktor zu verstehen, und zeigen auch, in welchem Bereich das größte Potenzial besteht. Ist einer der drei maßgeblichen Faktoren besonders niedrig, können mit Verbesserungen in diesem Bereich die größten Sprünge erzielt werden.

#3 Zielseite optimieren

Häufig verlinken Anzeigen zur Homepage eines Unternehmens, da diese allgemein gehaltenen Seiten oftmals die ausführlichsten Informationen enthalten. Für einen Nutzer ist dies aber nicht optimal. Wer beispielsweise auf eine Anzeige für eine Krankenversicherung klickt, will auf der Zielseite nicht den gesamten Leistungskatalog des Unternehmens finden und sich zwischen Haftpflicht- und Lebensversicherung den Weg zu dem gewünschten Produkt suchen müssen. Die Zielseite sollte also stets die logische Weiterführung der Anzeige sein.

Eine wichtige Kennzahl, die dabei hilft, die Qualität der Zielseite zu beurteilen, ist die Absprungrate. Ein Absprung bedeutet, dass ein Nutzer nur eine einzige Seite der Website besucht und sie daraufhin verlässt. Um diese Rate gering zu halten, ist neben einer klaren Botschaft und sinnvollen CTAs auch die Bereitstellung eines verständlichen Navigationsmenüs entscheidend. Lange Zeit war es gang und gäbe, Zielseiten so zu gestalten, dass Besucher wenig oder keine Navigationsmöglichkeiten zur Verfügung stehen. Dies hat allerdings nur dann Erfolg, wenn alle eventuell nötigen Informationen auf eben dieser Zielseite verfügbar sind. Eine klare Navigation hilft dem Nutzer, mögliche Zweifel zu beseitigen und sich genauer zu informieren, was wiederum zu niedrigeren Absprungraten führt.

#4 Negative Keywords

Negative Keywords können nie oft genug erwähnt werden. Das gezielte Einsetzen dieser Keywords trägt sowohl zu höherer Anzeigenrelevanz als auch zu besseren Klickraten bei.

Durch die Verwendung der Keyword-Optionen „Passende Wortgruppe“ und „Genau passend“ lassen sich viele irrelevante Suchen bereits ausschließen. Trotzdem sind diese Optionen keine Garantie. Anhand des Berichtes zu Suchbegriffen lässt sich herausfinden, ob manche Suchanfragen beispielsweise in einem Kontext verwendet werden, der die Anzeige irrelevant macht oder eine niedrige Kaufabsicht vermuten lässt. Ist dies der Fall, können negative Keywords Abhilfe schaffen.

#5 Mehr Platz für mehr Klicks

Wer mehr Platz in den Suchergebnissen einnimmt, erhöht die Chancen auf einen Klick. Erweiterte Textanzeigen sind das Zauberwort: Sie ähneln Standardtextanzeigen, bieten aber mehr Platz für Informationen und sind dadurch prominenter in den Suchen. Neben einem dritten Anzeigentitel verfügen sie zudem über bis zu 90 Zeichen pro Beschreibung.

Auch Anzeigenerweiterungen helfen dabei, mehr Platz einzunehmen und dadurch Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Vorsicht: Wir raten davon ab, Anzeigenerweiterungen für das gesamte Konto einzustellen, sofern es sich nicht um sehr allgemeine Informationen handelt, die für alle Nutzer von Bedeutung sind. Besser ist es, die Erweiterungen genauso wie auch die Anzeigen selbst an die Kampagne oder sogar die Anzeigengruppe anzupassen.

#6 Den gesamten Prozess prüfen

Es klingt so simpel, ist aber von höchster Bedeutung. Mit ständigen AB-Tests, die alle jeweils ein bestimmtes Ziel verfolgen, fällt es oft schwer, den gesamten Prozess und Endnutzer nicht aus den Augen zu verlieren. Neben der Optimierung von Anzeigen auf Klickraten, Zielseiten auf Absprungraten oder Keywords auf ROAS kann der Mensch am anderen Ende des Bildschirms in den Hintergrund rücken.

Stellt zwischen all den quantitativen Tests regelmäßig sicher, dass der Prozess von A bis Z für den Suchenden sinnvoll ist. Wenn ein Kunde nach einer beleuchteten Tastatur sucht, sollte eine gute Kampagne das Keyword beleuchtete Tastatur enthalten, beleuchtete Tastatur im Anzeigentext erwähnen und beleuchtete Tastatur auf der Zielseite anzeigen. Dafür bedarf es keinerlei Daten, sondern lediglich einer manuellen, qualitativen Auswertung der wichtigsten Anzeigengruppen oder Suchbegriffe.

Den Qualitätsfaktor zu verbessern ist ein kontinuierlicher Prozess. Glücklicherweise gibt es viele Möglichkeiten, die Anzeigenrelevanz, voraussichtliche Klickrate und Nutzererfahrung zu verbessern. Konzentriert euch am Anfang auf die Bereiche, in denen ihr unterdurchschnittlich abschneidet, um schnell erste Erfolge zu sehen.

Alles Wichtige zum Google Merchant Center

Google Merchant Center einfach erklärt: In unserem Guide erfahrt ihr alles, was ihr für den Einstieg wissen solltet, um eure Produkte für verschiedene Google-Dienste verfügbar zu machen.

Das Merchant Center ist ein Tool, um detaillierte Produktinformationen in den Google Ergebnissen präsentieren zu können. Egal ob es sich dabei um kostenlose Produkteinträge oder bezahlte Produktplatzierungen handelt – wer seine Produkte in den Google Shopping Ergebnissen platzieren möchte, benötigt zunächst das Google Merchant Center, wodurch die nötigen Produktdaten zur Verfügung gestellt und optimiert werden können.

Kosten des Google Merchant Center

Die Erstellung eines Kontos ist mit keinerlei Kosten verbunden und auch das Hinzufügen von Produkteinträgen ist kostenlos. Wer seinem Unternehmen zu noch mehr Reichweite verhelfen will, kann basierend auf den Produkten des Merchant Centers auch bezahlte Anzeigen schalten. Die Anzeigen selbst werden allerdings nicht vom Merchant Center aus, sondern im Nachhinein separat über Google Ads, gesteuert.

Erstellung und Ersteinrichtung

Mit jedem Google-Konto lässt sich hier ein kostenloses Google Merchant Center Konto erstellen. Dabei wird unter anderem der Name und Sitz des Unternehmens abgefragt und der Prozess ist innerhalb weniger Minuten abgeschlossen.

Im nächsten Schritt wird festgelegt, wo die Kunden bezahlen sollen. Derzeit stehen zwei Optionen zur Verfügung, von denen mindestens eine ausgewählt werden muss.

  1. Bezahlung auf der eigenen Webseite. Dies bedeutet, dass der Nutzer nach Ansicht des Produktes auf einen Link klickt, um zur Webseite des Unternehmens zu gelangen und dort die Transaktion abzuschließen.
  2. Bezahlung im Ladengeschäft, in welchem Fall keine Online-Transaktion stattfindet.

In einigen Ländern ist zusätzlich eine dritte Option verfügbar: Bezahlung direkt auf Google mit der Funktion Buy on Google. Mit dieser Alternative muss der Nutzer Google nicht verlassen, sprich keine externe Webseite besuchen, um ein Produkt zu kaufen. Noch ist allerdings nicht bekannt, ob und wann die Funktion auch in Deutschland ausgerollt wird.

Im Anschluss muss die Webseite noch bestätigt werden. Bei der Ersteinrichtung kann der Schritt problemlos übersprungen werden, Produkte werden allerdings nicht in den Suchergebnissen angezeigt, bis die Seite bestätigt wurde. Für die Bestätigung stehen mehrere Option zur Verfügung, wie beispielsweise die Verknüpfung mit Google Analytics oder dem Google Tagmanager, sowie das manuelle Einfügen eines HTML-Tags auf der Webseite.

Das Google Merchant Center entdecken

Übersicht: Hierbei handelt es sich um eine Seite, die verschiedene Elemente präsentiert und einen Schnellzugriff auf die wichtigsten Funktionen erlaubt.

Produkte: Im Tab Produkte lassen sich bereits erstellte Feeds einsehen und verwalten, sowie neue Feeds hinzufügen. Feeds bezeichnen Dateien mit einer Liste von Produkten, die über das Merchant Center beworben werden sollen.

Leistung: Leistung bietet eine Übersicht über die Ergebnisse des Kontos. Standardmäßig ist ein simples Dashboard mit Impressionen, Klicks und Klickrate verfügbar. Weiterhin besteht die Möglichkeit, eigene Berichte zu erstellen.

Wachstum: Sobald Produkte verfügbar sind oder schon in den Google Ergebnissen gezeigt wurden, stehen im Tab Wachstum individuelle Empfehlungen zur Leistungsverbesserung zur Verfügung. Außerdem können Programme können aktiviert werden, wie beispielsweise kostenlose Produkteinträge, Google Shopping und Kundenrezensionen.

Horizontale Navigation: Funktionen, welche die Grundeinstellungen des Kontos betreffen, sind in einer zusätzlichen Menüleiste im oberen Bereich der Seite verfügbar.

Konten verknüpfen

Um den Produkten zu noch mehr Reichweite zu verhelfen, können weitere Konten mit dem Google Merchant Center verknüpft werden. Über das Werkzeugsymbol lässt sich der Menüpunkt Verknüpfte Konten finden.

Eine Verknüpfung mit Google Ads ist immer dann nötig, wenn Google Shopping Anzeigen aufgesetzt werden sollen. Die Verknüpfung mit Google My Business bietet sich für Produkteinträge mit lokalem Inventar oder Käufen im Ladengeschäft an.

Produkte hinzufügen

Produkte können einzeln erstellt oder als Datenfeed hochgeladen werden.

Handelt es sich um nur wenige Produkte und Käufe ohne lokales Inventar, ist das manuelle Einreichen einzelner Produkte eine empfehlenswerte Methode, denn der Prozess ist simpel: Über den Menüpunkt alle Produkte öffnet sich nach Klick auf das Pluszeichen die Erstellungs-Seite des Produktes. Auf dieser Seite lassen sich alle wichtigen Daten der Produkte eintragen und die Formfelder verfügen über praktische Hilfestellungen.

Alternativ können auch mehrere Produkte gleichzeitig über einen Feed hochgeladen werden. Diese Produkte werden entweder durch einen manuellen Upload einer Datei, via Google Tabellen, durch eine auf der eigenen Webseite gehosteten Datei, oder über die Content API hinzugefügt. Die drei letzteren Optionen haben den Vorteil, dass aktualisierte Daten automatisch ins Google Merchant Center übertragen werden.

Vor einem Upload sollte stets überprüft werden, dass alle nötigen Produktinformationen vorliegen. Google stellt eine Liste mit Produktspezifikationen zur Verfügung, die alle nötigen und Optionalen Elemente der Produktdetails umfasst.

Tipp: Wenn ihr Zweifel an der eigens erstellten Tabelle mit Produktinformationen habt, könnt ihr über das Merchant Center an eine passende Vorlage gelangen. Wählt im Prozess der Feed-Erstellung die Eingabemethode Google Tabellen und anschließend Google Tabelle aus einer Vorlage erstellen.

Wichtige Richtlinien

Für die Nutzung des Merchant Centers gibt es einige Richtlinien zu beachten, die sicherstellen sollen, dass Google Nutzer ein einwandfreies Kauferlebnis haben.

Die Sprache der Produktdaten muss mit der Sprache der Webseite und der Sprache der Registrierung der Produkte übereinstimmen. Die Daten der Produkte müssen der Produktdatenspezifikation entsprechen und im Falle von Änderungen aktualisiert werden.

Außerdem dürfen nur Produkte angeboten werden, die über euer Geschäft verfügbar sind. Dies bedeutet, dass Pay per Click Links zu anderen Partnerwebseiten nicht erlaubt sind und auch Kampagnen, die lediglich darauf abzielen Nutzerdaten zu erfassen, sind nicht gestattet.

Zudem müssen Rückgabe- und Erstattungsbedingungen fehlerfrei angegeben werden und auch wenn keine Rückgabe möglich ist, muss dies ausgeschrieben werden. Wichtig ist, dass diese Informationen zudem auf der Webseite verfügbar sind und leicht gefunden werden können.

Das Google Merchant Center ist ein wichtiges Tool, um Produkten online zu mehr Reichweite zu verhelfen. Die Erstellung des kostenlosen Kontos nimmt nur wenig Zeit in Anspruch und durch die vielfältigen Optionen zum Hinzufügen von Produkten ist der Prozess sowohl für kleine Unternehmen als auch für große Plattformen mit einer Vielzahl an Produkten geeignet. Erstellt euer Google Merchant Center Konto in wenigen Klicks und nutzt die Reichweite von Google Shopping, um mehr Kunden zu erreichen.

3 einfache Ansätze, um Google Ads Budgets zu planen

Die idealen Kosten für Google Ads Kampagnen zu bestimmen ist oft keine leichte Aufgabe, schließlich spielen viele Faktoren eine Rolle in der Höhe der tatsächlichen Ausgaben. Mit unseren Tipps gelingt die Prognose!

Zu Monats-, Quartals- oder Jahresbeginn stellen sich Google Marketer häufig die Frage der Fragen: Welche Summe werde oder sollte ich im nächsten Zeitabschnitt auf Google ausgeben? Diese Schätzungen sind besonders dann wichtig, wenn das Marketingbudget zwischen mehreren Kanälen aufgeteilt werden muss. Ist die Google-Schätzung zu hoch oder zu niedrig, nehmen wir entweder einem anderen Kanal die Chance, dieses Budget zu verwenden, oder geraten im Laufe des Monats in Schwierigkeiten, wenn wir bereits zu viel ausgegeben haben. Mit einem methodischen Vorgehen kann dies aber vermieden werden und wir können eine gute Grundlage schaffen, um unsere Budgets realistisch zu planen.

Die Schlüsselfrage zu Beginn

Wie bei der Planung eines Google Ads Budgets vorgegangen werden sollte, hängt von den Grundvoraussetzungen ab. Handelt es sich um ein Google Ads Konto, das bereits aktiv ist und über einen längeren Zeitraum Daten sammeln konnte, ist die Einschätzung deutlich einfacher als bei der Ersterstellung eines neuen Kontos. Um den richtigen Ansatz zu finden solltet ihr mit der folgenden, simplen Frage beginnen: Liegen bereits Daten vor?

Wenn bereits verlässliche Daten vorliegen, könnt ihr aus diesen das Potenzial der Kampagnen erschließen. Liegen keinerlei Daten vor, ist der Google Keyword-Planer die erste Anlaufstelle. Liegen zwar Daten vor, doch es sind große Änderungen geplant, solltet ihr beides kombinieren.

Ein weiterer entscheidender Faktor ist, ob bestimmte Ziele wie Kosten pro Kunde, monatliche Neukunden, oder Seitenbesuche bereits festgelegt wurden und erfüllt werden müssen.

Budgets basierend auf Keywords

Wenn ein Konto noch über keine Daten verfügt oder neue Keywords hinzugefügt werden sollen, ist der kostenlose Keyword-Planer von Google das wichtigste Instrument.

Über den Menüpunkt „Neue Keywords entdecken“ lassen sich nicht nur neue Keywords finden, sondern auch Vorhersagen zu diesen Suchbegriffen abrufen. Alternativ zum manuellen Hinzufügen einzelner Keywords gibt es außerdem die Option, die eigene Webseite zu durchsuchen, um automatisch Suchbegriffe basierend auf dem Inhalt der Seite zu finden. Zur Inspiration ist letztere Methode sehr hilfreich, allerdings sollte die Liste gut überprüft werden, um nur die tatsächlich relevanten Keywords zu betrachten. Dieser Website-Scan bietet sich hauptsächlich dann an, wenn die Seite bereits für SEO optimiert wurde.

Unabhängig von gewähltem Ansatz findet sich in der Ergebnisliste das monatliche Suchvolumen pro Suchbegriff, sowie die durchschnittlichen und maximalen Kosten pro Klick. Diese Klickkosten können in der Praxis je nach Konkurrenz und Qualitätsfaktor von den ursprünglichen Daten abweichen, als Richtwert eignen sich die Daten aber bestens. Multipliziert man das Suchvolumen und die geschätzten Klickkosten pro Keyword, erhält man die Gesamtkosten pro Keyword. Die Summe daraus ergibt das nötige Google Ads Budget.

Wem das errechnete Budget zu hoch erscheint, muss sich jedoch keine Sorgen machen. Diese Rechnung zeigt nur, was möglich wäre und selbstverständlich kann auch ein niedrigeres Budget gewählt werden. Wer einen bestimmten Betrag nicht überschreiten möchte sollte im Idealfall die Keywords nach Kaufabsicht in Gruppen zusammenfassen und die Gruppen von höchster zu niedrigster Kaufabsicht ordnen. Das Budget wird dann den Gruppen in absteigender Reihenfolge zugeteilt, bis es ausgeschöpft ist. So erhalten die wichtigsten Suchbegriffe das nötige Budget, um keine Impressionen dieser Top-Keywords zu verlieren und Suchbegriffe mit geringer Kaufabsicht erhalten weniger oder kein Budget.

Budgets basierend auf den gewünschten Ergebnissen

Wenn es eine bestimmte Zielsetzung gibt, lässt sich das Budget aus den vorgegebenen KPIs errechnen. Sollen beispielsweise 500 Seitenbesuche pro Tag erzielt werden und die durchschnittlichen Klickkosten des Accounts oder der entsprechenden Suchbegriffe betragen 0,50€ benötigt man tägliches Budget von 250€. Da eine Impression keine Kosten verursacht und lediglich beim Klick Kosten entstehen, ist die Rechnung einfach. Gewünschte Seitenbesuche x durchschnittliche Klickkosten = Gesamtkosten.

In den meisten Fällen ist nicht der Besuch der Webseite, sondern ein Abschluss, beispielsweise ein Anruf, das Ausfüllen einer Lead-Form oder ein Kauf, erwünscht. Sofern Daten oder konkrete Ziele bezüglich dieser Abschlüsse vorliegen bleibt die Rechnung ähnlich einfach: Sollen 10 Käufe pro Tag erfolgen mit durchschnittlich 25€ Kosten pro Kunde, muss das Tagesbudget 250€ betragen: Käufe x Kosten pro Kunde = Gesamtkosten.

Beachtet bitte: Wenn ihr auf Google ein Tagesbudget fest legt, bedeutet das nicht, dass täglich höchstens diese Summe ausgegeben wird. Aus dem Tagesbudget berechnet Google lediglich ein Monatsbudget, welches nicht überschritten wird. Innerhalb dieses Rahmens erlaubt es sich Google aber, an einem Tag bis zu das doppelte des ursprünglich festgesetzten Tageswertes auszugeben und die entstandenen Mehrkosten an anderen Tagen einzusparen. Das Monatsbudget berechnet sich wie folgt: Tagesbudget x 30,4 = Monatsbudget.

Budgets basierend auf historischen Daten

Innerhalb eines Google-Kontos finden sich viele Daten, die bei der Einschätzung des Potenzials einer Kampagne, und dadurch bei der Festlegung ihres Budgets, helfen können. Der womöglich wichtigste Messwert ist der „Anteil an möglichen Impressionen“. Er beschreibt den Prozentsatz der erzielten Impressionen in Bezug auf alle erzielbaren Impressionen. Konkret bedeutet dies, dass dieser Prozentsatz uns Hinweise darauf gibt, wie viele Impressionen wir mit unseren bestehenden Keywords und Anzeigen erzielen könnten.

Dieser Anteil kann in den Kampagnenstatistiken zu den Spalten hinzugefügt werden. In der Kategorie Wettbewerbsmesswerte findet sich zunächst der Prozentsatz „Anteil an entgangenen Impressionen im Suchnetzwerk (Budget)“. Jeder Wert, der höher als 0% ist, weist darauf hin, dass mit einem höheren Budget mehr Impressionen erzielt werden könnten, ohne zusätzliche Suchbegriffe zu benötigen oder die Gebotsstrategie verändern zu müssen. Liegt der Wert beispielsweise bei 50%, könnte mit einer Erhöhung des Budgets eine doppelt so hohe Anzahl an Impressionen erzielt werden.

Zusätzlich gibt es den Messwert „Anteil an entgangenen Impressionen im Suchnetzwerk (Rang)“, welcher angibt, wie viele Impressionen verloren wurden, weil andere Anzeigen die Auktion gewannen. Wer seine Gebote manuell festlegt sollte hier zunächst die maximalen Klickkosten pro Keyword bestimmen: Maximaler Preis pro Kunde x Abschlussrate = Maximale Klickkosten. Wenn beispielsweise pro Kunde Kosten von maximal 25€ entstehen sollen und die Abschlussrate bei 10% liegt, dürfen nicht mehr als 2,50€ pro Klick ausgegeben werden. Sobald das maximale Klickgebot bestimmt ist, lässt sich mit Hilfe des Gebotssimulators herausfinden, wie viele Klicks zu maximal diesem Klickpreis generiert werden können. Die Gesamtkosten berechnen sich daraufhin wie gehabt: Klicks x durchschnittliche Klickkosten = Gesamtkosten.

Dieser Ansatz ist etwas aufwändiger als Einschätzungen beruhend auf dem Keyword-Planer, doch der Aufwand lohnt sich. Die zugrunde liegenden historischen Daten basieren auf dem jeweiligen Konto und sind daher ein genauerer Richtwert für durchschnittliche Klickkosten als der Keyword-Planer, welcher konto- oder keywordspezifische Werte wie den Qualitätsfaktor nicht in seine Einschätzungen einbeziehen kann.

Google Ads Kosten vorherzusagen ist kein Hexenwerk, doch bedarf einer sorgfältigen Recherche der Suchbegriffe, Klickkosten und – sofern verfügbar – Wettbewerbsmesswerte. Wie so häufig ist auch bei der Planung der Budgets entscheidend, die Ziele im Voraus so genau wie möglich festzusetzen, um die Google Ads Strategie daran ausrichten zu können.

Einführung in Google Shopping

Der komplette Beginner-Guide zu Google Shopping Werbeanzeigen und kostenlosen Produkteinträgen. Lernt alles Wichtige, um euren Produkten zu mehr Reichweite auf Google zu verhelfen.

Wer auf Google nach einem Produkt sucht, findet häufig zusätzlich zu den gewohnten Suchergebnissen und Textanzeigen auch Produkteinträge mit Bildern und Preisen, die dem Layout eines Online-Shops ähneln. Hierbei handelt es sich um Google Shopping – ein Werbekanal der inzwischen für viele Shop-Betreiber unumgänglich geworden ist.

Was ist Google Shopping?

Google Shopping zeigt Produktanzeigen sowie organische Produkteinträge, die zu der Suche der Nutzer passen. Diese können beispielsweise oberhalb und unterhalb der regulären Suchergebnisse erscheinen, sowie in den Bildergebnissen oder direkt im Tab „Shopping“ der Google Suche. Im Gegensatz zu kostenlosen Einträgen können die bezahlten Anzeigen zudem auf Seiten der Suchnetzwerk-Partner sowie dem Google Displaynetzwerk ausgeliefert werden.

Suchende können die Ergebnisse ähnlich wie bei einem Online-Shop filtern und an ihre Suchkriterien anpassen. Seit Kurzem präsentiert Google auf shopping.google.com zudem eine personalisierte Auswahl an Produkten, die auf dem jeweiligen Shopping- und Suchverhalten des Nutzers basiert.
Bezahlt werden die Anzeigen im CPC-Auktionsverfahren. Dies bedeutet, dass die Anzeige eines Produktes keinerlei Kosten verursacht. Werbetreibende können festlegen, wie viel ihnen ein Klick für eine bestimmte Suchanfrage wert ist und Kosten entstehen nur dann, wenn ein Suchender tatsächlich auf die Anzeige klickt.

Vorteile von Google Shopping

Wie auch Standard-Suchanzeigen auf Google, bringen Google Shopping Anzeigen hohe Reichweite. Doch Google Shopping hat einige Vorteile gegenüber klassischer Textanzeigen.

  • Während die regulären Suchergebnisse auf Google generell textbasiert sind, trägt bei Google Shopping die visuelle Komponente zu einem besseren Kauferlebnis bei. Produkte stechen durch Bilder, Preise und weitere Informationen hervor.
  • Im Gegensatz zu Textanzeigen können bei Google Shopping mehrere Produkte desselben Anbieters zeitgleich in den Suchergebnissen erscheinen. So kann die Wahrscheinlichkeit, ein passendes Produkt in den Ergebnissen zu präsentieren, erhöht werden.
  • Die Kaufraten bei Google Shopping liegen deutlich über denen der Textanzeigen, was sich nicht nur auf die detaillierten Informationen, sondern auch auf die hohe Kaufabsicht der Suchenden zurückführen lässt.

Vorbereitung der Konten

Um Google Shopping Anzeigen zu schalten, benötigt man sowohl ein Google Ads Konto als auch ein Google Merchant Center Konto, die beide kostenlos innerhalb weniger Minuten erstellt werden können.
Die Funktion der Shopping Anzeigen wird vom Merchant Center aus aktiviert. Im Navigationsmenü in der Kategorie Wachstum befindet sich die Option Programme verwalten, innerhalb derer sich Shopping-Anzeigen auswählen lassen. Im Anschluss und mit einem Klick auf das Werkzeugsymbol und Verknüpfte Konten kann dann das Google Ads Konto verlinkt werden. Damit sind die grundsätzlichen Vorbereitungen auch schon abgeschlossen.

Der Google Shopping Produkt Feed

Der Produkt Feed ist das Herzstück von Google Shopping. Es handelt sich dabei um eine Datei, die alle wichtigen Informationen bezüglich der Produkte enthält. Dazu gehören unter anderem eine Überschrift, Beschreibung, Bilder, der Preis sowie der Link zur Webseite.
Man kann sich den Feed als Tabelle vorstellen, mit einer Zeile für jedes Produkt und Spalten für die jeweiligen Attribute. Eine komplette Liste der erforderlichen und empfohlenen Attribute findet sich hier. Erforderliche Attribute wie beispielsweise der Preis müssen angegeben werden, damit der Artikel in den Google Shopping Ergebnissen erscheinen kann, empfohlene Attribute helfen dabei, noch häufiger zu erscheinen.
Dieser Feed kann beispielsweise mit Excel oder Google Sheets erstellt und dann manuell im Merchant Center unter dem Menüpunkt Produkte hochgeladen werden. Allerdings bieten die meisten E-Commerce-Plattformen auch Integrationen an, die diesen Prozess automatisieren können.

Google Shopping Kampagnen einrichten

Das Schalten der Kampagnen selbst findet über das Google Ads Konto statt. Zusätzlich zum Produkt Feed werden hier noch weitere Informationen benötigt: Das Absatzland und Tagesbudget müssen festgelegt werden, sowie das maximale Cost-per-Click-Gebot. Dieses bezeichnet den Höchstbetrag, der für den Klick auf eine Anzeige ausgegeben wird.

Anfangs wird eine einzige Anzeigengruppe mit der Produktgruppe “Alle Produkte” erstellt, die das komplette Inventar des Feeds beinhaltet. Die Produkte lassen sich im nächsten Schritt aber basierend auf Attributen in mehrere Produktgruppen unterteilen, um eine logische und übersichtlichere Struktur zu erhalten. Die Unterteilung kann wahlweise nach Marken, Kategorie oder Produkttyp, sowie weiteren Attributen stattfinden.

Wer für gewöhnlich nur Google Textanzeigen schaltet fragt sich nun vermutlich, wann und wo denn endlich die Suchbegriffe ins Spiel kommen. Im Gegensatz zu Textanzeigen basiert Google Shopping nicht auf vom Werbetreibenden festgelegten Begriffen. Die Relevanz einer Anzeige wird vom Produkt Feed, hauptsächlich den Keywords der Produktüberschrift und -beschreibung, bestimmt.

Google Shopping Kampagnen optimieren

Wie auch bei Suchkampagnen stehen bei Google Shopping eine Vielzahl an Daten zur Verfügung. Impressionen, Klicks, Kosten und Käufe sind nur einige der Kennzahlen, die bei der Optimierung behilflich sein können. Basierend auf diesen Daten können Gebotsanpassungen, beispielsweise für Mobilgeräte oder Wochentage, durchgeführt werden.

Für Keyword-Gebote bietet Google Shopping generell hohe Flexibilität und dadurch viel Potenzial zur Optimierung. Die Gebote können entweder dieselben für alle Produkte sein, oder individuell auf Produktgruppen oder sogar einzelne Produkte angepasst werden. Somit können die Kosten pro Klick erhöht oder gesenkt werden, um den ROI bestimmter Produkte und -gruppen zu erhöhen.

Auch wenn die Auslieferung der Anzeigen nicht auf einer Liste an Suchbegriffen basiert, lassen sich negative Suchbegriffe hinzufügen. Wie auch bei Textanzeigen gibt es einen umfassenden Bericht mit verwendeten Suchbegriffen, der dabei hilft, Suchen mit hohen Kosten und geringen Ergebnissen zu identifizieren und auszuschließen. Wie üblich sollte hierbei mit Bedacht gehandelt werden, um nicht versehentlich relevante Suchen zu verlieren.

Sollte eine Anzeige nur selten geschaltet werden oder kaum Klicks erhalten, ist ein Blick in den Produkt Feed nötig. Sind ausreichend Keywords im Titel und der Beschreibung vorhanden, damit die Anzeige in den Ergebnissen erscheint? Motiviert die Produktbeschreibung zum Klick? Sind die Bilder klar und ansprechend? Dass der Feed von hoher Bedeutung ist hatten wir bereits erwähnt und die Optimierung der Kampagnen stellt dafür keine Ausnahme dar.

Kostenlose Produkteinträge erstellen

Google hatte im letzten Jahr große Neuigkeiten für Shop-Betreiber: Kostenlose Produkteinträge wurden nach 8 Jahren der Abstinenz wieder in die Google Shopping Ergebnisse aufgenommen. Google geht damit zurück zu seinen Wurzeln: Bei der Einführung von Google Shopping waren die Produkteinträge kostenlos, bevor die Plattform seit 2012 nur noch für bezahlte Anzeigen zur Verfügung stand.

Wie auch für bezahlte Google Shopping Anzeigen, werden für kostenlose Produkteinträge sowohl ein Merchant Center Konto als auch ein Produkt Feed benötigt. Eines Google Ads Konto bedarf es in diesem Fall allerdings nicht und es muss keine Kampagne erstellt werden. Nach dem Hochladen des Feeds ist nur ein einziger Schritt nötig: Im Merchant Center findet sich die Option, an „Plattformen auf Google“ teilzunehmen. Ist diese Funktion aktiviert, können die Produkte kostenlos in den Suchergebnissen erscheinen.

Google Shopping ist ein Kanal mit viel Potenzial, dessen Erfolg in hohem Maße von der Qualität des Produkt Feeds abhängt. Mit einem fehlerfreien und ansprechenden Feed, gut strukturierten Produktgruppen und laufender Optimierung ist Google Shopping zweifelsohne ein wertvolles Marketinginstrument. Durch die Wiedereinführung kostenloser Produktplatzierungen haben Händler neuerdings zudem die Möglichkeit, risikofrei und ohne jegliche Kosten erste Versuche auf Google Shopping zu unternehmen.

3 wichtige Google Ads Lektionen

3 wichtige Lektionen, die wir aus 2020 mitnehmen, um 2021 noch bessere Google Anzeigen zu schalten.

Schon lange war ein Jahresende nicht mehr so sehr ersehnt wie das Ende des vergangenen Jahres. 2020 abhaken und den Blick nach vorne richten? Gerne, aber vergessen wir dabei nicht die wichtigen Lektionen, die wir ins neue Google Ads Jahr mitnehmen können.

#1 Anpassungsfähigkeit zahlt sich aus

Wer im Online Marketing aktiv ist, hat sich vermutlich schon längst an ein bestimmtes Maß an Ungewissheit gewöhnt. Im Vergleich zu traditionellen Marketing-Kanälen, stehen Veränderungen im Online-Bereich nahezu an der Tagesordnung.

Das Jahr 2020 hob dies aber auf eine neue Ebene. Änderungen seitens Plattformen wie Google und Facebook rückten nur auf Platz 2 in der Liste der großen Herausforderungen. Während viele Unternehmen mit den Auswirkungen der Pandemie zu kämpfen hatten, konnten andere von niedrigen CPCs und vermehrtem Online-Shopping profitieren. Eines hatten aber alle gemeinsam: Die Fähigkeit, sich schnell an eine kaum vorhersehbare Situation anzupassen, war wichtiger denn je.

Was wir daraus mitnehmen? Online Marketing unterliegt einem ständigen Wandel, doch nicht immer fällt es leicht, alte Prozesse und Strategien zu überdenken oder von Grund auf zu erneuern. An Ideen festzuhalten, nur weil diese bis vor Kurzem noch gute Ergebnisse brachten, können wir uns im schnelllebigen Google Ads Umfeld nicht erlauben. Dieses auf so viele Weisen ungewöhnliche Jahr führte uns vor Augen, wie wichtig es ist, uns stets weiterzuentwickeln, anzupassen und neue Gegebenheiten zu unserem Vorteil zu nutzen.

#2 Automatisierung lässt sich nicht aufhalten

Machine Learning entstand nicht erst 2020. Doch wer sich bislang noch gegen Automatisierungen sträubte, musste nun feststellen, dass zukünftig kaum ein Weg daran vorbeiführt. Smarte Kampagnen, responsive Such- und Displayanzeigen, automatische Gebotseinstellung – der Schwerpunkt der Neuerungen innerhalb der Google Ads Plattform lag unumstritten auf Tools zur Automatisierung und alles deutet darauf hin, dass dies nur die ersten Schritte waren.
Für Werbetreibende besteht die Herausforderung nun darin, herauszufinden, wo Automatisierung zu besseren Ergebnissen führt und welche Aufgaben andererseits nach wie vor die humane Komponente oder spezifische Branchenkenntnis benötigen. Anstatt stundenlang manuelle Tests und Anpassungen durchzuführen, können Google Marketer nun eine strategischere Rolle einnehmen: Ergebnisse des Algorithmus auswerten und hinterfragen, bei Veränderungen selbst eingreifen und neue, kreative Wege finden, sich von der Konkurrenz abzuheben.

#3 Unvollständige Daten rücken Nutzer in den Mittelpunkt

Während im SEO-Bereich lückenhafte Daten schon längst zum Tagesgeschäft gehören, waren PPC Werbetreibende bislang mit äußerst kompletten und umfangreichen Daten gesegnet, welche die Grundlage für Entscheidungen bildeten. Mit Google’s neuesten Einschränkungen in der Transparenz der Berichte zu Suchbegriffen bricht jedoch ein neues Zeitalter an.
Die Ankündigung der Änderungen rief unzählige negative Reaktionen hervor. Doch wie bei den 5 Phasen der Trauer folgt auf Leugnen, Wut, Verhandeln und Depression auch hier schlussendlich Akzeptanz. Statt in der Erinnerung guter Zeiten mit nahezu lückenlosen Datensätzen zu schwelgen, sollten wir nun lernen, uns mit unvollständigen Zahlen wohl zu fühlen und diese neue Realität zu navigieren.
Der Verlust von Daten stellt nicht nur eine Herausforderung, sondern zeitgleich auch eine Chance dar. In einem Umfeld, in dem es bisher möglicherweise zu leicht fiel, in dem Wald von Daten den Menschen auf der anderen Seite des Bildschirms zu übersehen, haben wir nun allen Grund, den Endnutzer wieder in den Mittelpunkt zu rücken. In der Praxis bedeutet dies, dass wir uns mehr auf das Gesamtbild als auf tausende einzelne Suchbegriffe konzentrieren: Der Kontext der Suchen, sowie ihre zentralen Themen und Interessen zu verstehen, ist der Schlüssel zum zukünftigen Google Ads Erfolg.

Die vergangenen Monate haben uns viel gelehrt und uns zu besseren, anpassungsfähigeren und kreativeren Marketern gemacht. Jetzt ist die Zeit gekommen, dank des Gelernten mit unseren Google Ads 2021 neue Höhen zu erreichen!