Überzeugende Produktbeschreibungen für Google Shopping

Der Produktfeed ist das Herzstück von Anzeigen und kostenlosen Produkteinträgen auf Google Shopping. Effektive Titel und Beschreibungen zu verfassen gehört daher zu den wichtigsten Aufgaben beim Erstellen der Kampagnen.

Produktbeschreibungen und -titel sind auf Google Shopping von doppelter Bedeutung: Einerseits bestimmt Google basierend auf diesen Texten, ob das Produkt relevant für die jeweilige Suche ist und in die Ergebnisse aufgenommen wird. Andererseits ist der Text aber auch entscheidend dafür, ob das Produkt attraktiv auf den Suchenden wirkt und zum Kauf motiviert. Daher sollte ein gutes Gleichgewicht zwischen Keywords, den nötigen technischen Details und ansprechenden Formulierungen geschaffen werden.

Die Text-Elemente von Produkteinträgen

Produkttitel: Der Titel sollte eine korrekte und kurze Beschreibung des Artikels sein. Bei Varianten sollten dabei immer Unterscheidungsmerkmale wie die Größe oder Farbe angegeben werden. Vermeidet, dasselbe Wort mehrmals zu wiederholen – es stehen nur 150 Zeichen zur Verfügung.

Produktbeschreibung: Die Produktbeschreibung bietet mit bis zu 5.000 Zeichen mehr Platz für eine genauere Beschreibung des Artikels. Hier werden technische Merkmale und Eigenschaften zum Produkt gelistet, um Google mit möglichst vielen und relevanten Informationen zum Produkt zu versorgen. Dieser Text kann im Gegensatz zum Titel mit Zeilenumbrüchen, Kursivschrift, sowie Listen mit Aufzählungszeichen formatiert und leichter lesbar gemacht werden.

In 6 Schritten zu perfekten Produkttexten

#1 Die Regeln beachten: Weder Beschreibung noch Titel dürfen Werbetexte wie beispielsweise „kostenloser Versand“ enthalten. Durchgängige Großschreibung oder Sonderzeichen sind ebenfalls nicht erlaubt. Google weist außerdem darauf hin, dass nur Informationen zum Artikel selbst, jedoch keine Links zum Webshop oder Informationen bezüglicher weiterer Artikel und Zubehör in die Texte übernommen werden dürfen.

#2 Kurz und auf den Punkt formulieren: Auch wenn für die Beschreibung bis zu 5.000 Zeichen zur Verfügung stehen sollte mit präzisen Formulierungen gearbeitet werden. Generell liefern Beschreibungen mit 500 bis 1.000 Zeichen die besten Ergebnisse. Sollten mehr technische Details nötig sein, solltet ihr diese natürlich einbinden. Den Text durch Wiederholungen zu verlängern, um alle verfügbaren Zeichen zu nutzen, ist jedoch nicht empfohlen.

#3 Keywords recherchieren: Produktbeschreibung und -titel sind für die Auffindbarkeit der Produkte von hoher Bedeutung, da Keywords in Shopping-Anzeigen nicht separat festgelegt werden. Daher sollten alle relevanten Suchbegriffe, unter welchen ihr gefunden werden wollt, in euren Titeln und Beschreibungen auftauchen. Im Gegensatz zur Beschreibung bietet es sich an, die vollen 150 Zeichen des Titels auszunutzen.

#4 Eine klare Hierarchie erstellen: Viele relevante Keywords einzubinden hilft wie bereits erwähnt dabei, in mehr Suchen ausgespielt werden zu können. In den Suchergebnissen werden die Texte jedoch oft gekürzt angezeigt, wodurch häufig zu Beginn nur die ersten 150 bis 180 Zeichen sichtbar sind. Das Wichtigste sollte als direkt zu Anfang stehen – dies gilt sowohl für die Keywords als auch für relevante Informationen für den Suchenden. Je weiter am Anfang die Information verfügbar ist, umso größere Bedeutung hat sie für Google und umso sichtbarer ist sie für den potenziellen Kunden.

#5 Die Sprache der Kunden verstehen: Es kann verlockend sein, aus Zeitgründen die Produktbeschreibungen des Herstellers zu übernehmen. Der Aufwand, eigene Beschreibungen anzufertigen, lohnt sich aber. Käufer-Rezensionen auf verschiedenen Webseiten können Aufschluss über die Aspekte geben, die potenziellen Kunden wichtig erscheinen. Sie helfen außerdem dabei, Begriffe zu identifizieren, nach denen Kunden suchen könnten.

#6 Auf Vollständigkeit achten: Besonders der Produkttitel sollte alle wichtigen Attribute wie die Marke, Produktart oder Farbe beinhalten. Dies kann entweder manuell oder über Feed-Regeln im Merchant Center eingerichtet werden. In wenigen Klicks können dem Produkttitel hier automatisch die gewünschten Attribute angehängt werden.

Bei der Erstellung von Produkttexten gibt es einiges zu beachten. Keyword-Recherche stellt die Grundlage dafür dar, dass die Artikel auffindbar sind. Dabei solltet ihr stets beachten, eure wichtigsten Begriffe so weit vorne wie möglich zu platzieren und die Texte nicht mit allgemeinen Informationen zum Unternehmen aufzufüllen.

Smarte Shopping Kampagnen testen und analysieren

Viele Marketer stehen den smarten Kampagnen auf Google Shopping noch skeptisch gegenüber. Mit unseren Tipps könnt ihr diese neuen Untertyp der Google Shopping Kampagnen ohne großes Risiko testen.

Smarte Shopping Kampagnen glänzen durch vereinfachte Kampagnenverwaltung und eine hohe Orientierung an einem Ziel-ROAS oder an Umsatzmaximierung durch maschinelles Lernen. Die damit einhergehende reduzierte Transparenz sowie die stark eingeschränkten Optimierungsmöglichkeiten führen allerdings dazu, dass viele Werbetreibende noch nicht den Schritt zu smarten Kampagnen wagen wollen.

Smarte und Standard-Kampagnen schließen sich nicht aus

Smarte und Standard-Kampagnen können gleichzeitig über dasselbe Konto geschaltet werden. Dadurch besteht die Möglichkeit, smarte Kampagnen zu testen, ohne die bisherigen Shopping Kampagnen pausieren zu müssen. Die ersten Tests können vorsichtig mit nur einem Teil der Produkte durchgeführt werden, ohne das Gesamtergebnis zu sehr zu beeinträchtigen.

Wichtig zu wissen ist dabei, dass smarte Kampagnen stets höhere Priorität als Standard-Kampagnen haben. Wird dasselbe Produkt in beiden Kampagnen verwendet, erhält es in der Standard-Kampagne keine Impressionen mehr. Um smarte Shopping Kampagnen zu testen bietet es sich daher an, die Produkte der Standard-Kampagnen von der smarten Kampagne auszuschließen.

Mehr Daten durch Google Analytics

Die verfügbaren Daten innerhalb der Kampagnen-Oberfläche von Smart Shopping sind begrenzt, doch über Google Analytics können weiterhin interessante Daten gewonnen werden. Eine einfache Methode, um smarte Kampagnen innerhalb von Analytics besser zu verstehen, ist die Erstellung von Segmenten. Durch Klick auf Neues Segment kann ein personalisiertes Segment erstellt werden, beispielsweise mit dem Namen der Shopping-Kampagne.

Ist das Segment ausgewählt werden alle Daten gefiltert angezeigt. So sind nur die Besuche der Webseite einbezogen, die durch die jeweilige Kampagne entstanden sind. Webseite-Aktivitäten wie Besuche bestimmter Unterseiten, das Erreichen verschiedener Zielvorhaben und mehr können somit isoliert für diese Kampagne betrachtet werden und wertvolle Einblicke bieten.

Labels helfen dabei, Produkt-Performance zu verstehen

Den Daten des Produktfeeds können bis zu fünf benutzerdefinierte Labels hinzugefügt werden. Meist werden die Labels verwendet, um Produkte in Kategorien wie beispielsweise Kleidungsstücke nach der Jahreszeit zu unterteilen.

Die Labels haben keinen direkten Einfluss auf die Ergebnisse der Kampagne und sind für den Endnutzer nicht sichtbar. Insbesondere in smarten Kampagnen kann es also von Vorteil sein, diese Labels zur feineren Segmentierung zu nutzen, um Berichte für verschiedene Produktgruppen einzusehen oder Produkte auf mehrere unterschiedliche Kampagnen zu verteilen.

In den Berichten der Google Ads Plattform lassen sich diese Label in nur wenigen Klicks als Dimension zu Berichten hinzufügen. Unter dem Menüpunkt Berichte und der Option Benutzerdefiniert befindet sich ein simpler Editor, der wichtige Kennzahlen der Kampagnen, aber auch zusätzliche Informationen wie Labels, in einer Tabelle oder Grafik darstellen kann.

Die benutzerdefinierten Labels helfen uns dabei, detaillierte Informationen für eine kleinere Gruppe an Produkten einsehen zu können.

Geduld als höchstes Gebot

Insbesondere in der Welt des Online-Marketing haben wir uns daran gewöhnt, schnelle Ergebnisse zu sehen. Da der Erfolg von smarten Kampagnen aber vom maschinellen Lernen seitens Google abhängig ist, sollten wir nicht zu früh Schlüsse aus den Ergebnissen ziehen und nach nur wenigen Tagen große Änderungen vornehmen.

Generell wird empfohlen, mit der Auswertung 30 Tage zu warten und auch kleinere Änderungen zumindest nicht in den ersten zwei Wochen durchzuführen. Auch wenn das Warten schwer fallen kann lohnt sich die Geduld – ist die anfängliche Lernphase abgeschlossen, kann Google die Kampagnen besser optimieren und Werbetreibenden stehen relevantere Daten zur Verfügung. 

Auch wenn smarte Shopping Kampagnen auf der Plattform selbst nur wenige Einblicke in die Ergebnisse bieten, haben wir als Marketer noch einige Tricks im Ärmel um unsere Kampagnen auch weiterhin verstehen und analysieren zu können. Anstatt komplett auf smarte Kampagnen umzusteigen kann es sich lohnen, mit einer kleinen Auswahl an Produkten zu beginnen, um die Leistung dieses Kampagnentyps zu verstehen.

Google Ads: Wie viel kosten die Anzeigen auf Google?

Wie viel kostet die Anzeigenschaltung auf Google? Dies ist eine der ersten Fragen, die sich Shop-Betreiber stellen, wenn sie Werbeanzeigen auf der weltweit größten Suchmaschine ausspielen wollen.

Laut eigener Aussage erreicht Google etwa 90% aller Internetnutzer. Nicht verwunderlich also, dass Google für viele Werbetreibende bereits ein fester Bestandteil ihrer Online-Strategie ist. Shop-Betreiber, die bislang noch nicht auf Google vertrauen bewegt meist zunächst die Frage, wie viel die Nutzung von Google Ads kostet. Wir schaffen Klarheit darüber, welche Kosten auf der Plattform entstehen.

Welche Kosten entstehen bei Google Ads?

Das Wichtigste vorweg: Alleine die Nutzung der Google Ads Plattform ist mit keinerlei Kosten verbunden. Dies ist ein großer Vorteil gegenüber den traditionellen Marketing-Kanälen wie Print-Werbung, da keine anfängliche Investition nötig ist und keine Fixkosten entstehen.

Auch das Ausspielen von Anzeigen führt zu keinen Kosten. Auf Google fallen nur dann Kosten an, wenn tatsächlich auf eine Anzeige geklickt wird. Dadurch wird das Risiko weiter minimiert, da alle entstehenden Kosten zu Besuchen der Webseite führen.

Auf Google legen wir selbst fest, wie viel wir bereit sind für einen Klick zu zahlen. Die maximalen Kosten pro Klick, auf Google „Max. CPC“ genannt, können entweder für eine Kampagne, eine Anzeigengruppe oder sogar spezifisch für jedes Keyword festgelegt werden.

Neben den Kosten pro Klick haben wir zudem volle Kontrolle über das Gesamtbudget. Mehr zur Bestimmung des idealen Google Ads Budgets erfährst du hier.

Kosten pro Klick auf Google Ads

Ganz allgemein liegen die durchschnittlichen Kosten pro Klick zwischen $1 und $2, allerdings können die tatsächlichen Werte deutlich niedriger oder höher liegen. So spielt beispielsweise die Industrie eine große Rolle, ebenso wie viel Konkurrenz es gibt. In machen Industrien schwanken die CPC auch je nach Jahreszeit.

Wer sich ein ungefähres Bild von den Kosten pro Klick eines Keywords machen will, wird im Google Keyword-Planer fündig. Hier werden Schätzungen angegeben, welche Klickpreise nötig sind, um in den Suchergebnissen oberhalb der organischen Ergebnisse zu erscheinen. Diese sind allerdings nur ein genereller Richtwert – die tatsächlichen Kosten variieren abhängig von der Qualität der Anzeigen – dazu später mehr.

Industrie: Vergleichen wir die Kosten pro Klick für Suchbegriffe verschiedener Industrien werden die größten Unterschiedliche deutlich. Während die Preise pro Klick für die Suche einer Sonnenbrille deutlich unter 1€ liegen, kosten Klicks für private Krankenversicherungen teils über 10€. Dies ist hauptsächlich der Konkurrenz geschuldet. Im Versicherungsbereich sind beispielsweise die Einnahmen pro Neukunden entsprechend hoch, wodurch viele Anbieter bereit sind, hohe Preise für einen Klick zu bezahlen.

Region: Der exakt selbe Suchbegriff kann in verschiedenen Regionen verschiedene Klickpreise haben. Die Preise unterscheiden sich von Land zu Land, aber auch von Region zu Region. Dies ist besonders wichtig für Unternehmen, die überregional oder international agieren.

Saisonalität: Je nach Produkt oder Dienstleistung kann es zudem unter dem Jahr große Schwankungen geben. Dies liegt hauptsächlich an Veränderungen in der Nachfrage und aktiverer Konkurrenz zu bestimmten Jahreszeiten, wie beispielsweise zur Reisesaison oder um Festtage wie während der Vorweihnachtszeit.

Die tatsächlichen Kosten pro Klick auf Google

Wie bereits erwähnt sind die im Keyword-Planer verfügbaren Daten nur ein erster Anhaltspunkt und die dort gezeigte Spanne zwischen unterem und oberem Bereich ist relativ hoch. Der Grund für diese Unterschiede ist, dass die realen Kosten vom sogenannten Qualitätsfaktor beeinflusst werden.

Der Qualitätsfaktor ist eine von Google erstellte Kennzahl, die drei Faktoren einbezieht: Anzeigenrelevanz, voraussichtliche Klickrate und Nutzererfahrung auf der Zielseite. Google vergibt seine Anzeigefläche an jene Unternehmen, die die beste Kombination aus maximalem Klickgebot und Qualitätsfaktor bieten. Die Folge ist, dass ein hoher Qualitätsfaktor für niedrigere Klickpreise sorgt, während ein niedriger Qualitätsfaktor die Kosten steigen lässt.

Wichtig ist zudem, dass die maximalen Klickkosten, die wir für ein Keyword angeben, nicht zwingend mit den realen Kosten übereinstimmen. Oftmals liegen die tatsächlich anfallenden Kosten pro Klick unter dem angegebenen Maximum.

Der Grund hierfür ist, dass die Kosten pro Klick nur so hoch sind, dass der Preis gerade so ausreicht, um den nächstplatzierten Konkurrenten zu übertreffen. In keinem Fall sind die Klickkosten jedoch höher als das angegebene Maximum. Falls dies gewünscht ist, um noch mehr Impressionen zu bekommen, muss explizit in den Kampagnen-Einstellungen angegeben werden, dass CPC automatisch optimiert werden sollen, oder beispielsweise auf bestimmten Geräten oder zu bestimmten Tageszeiten das Maximum erhöht werden kann.

Die Google Ads Plattform ist ein kostenloses Werkzeug, das hohe Kontrolle über die entstehenden Kosten ermöglicht. Der Keyword-Planer gibt aufschlussreiche Einblicke in die Höhe der Kosten pro Klick für die gewünschten Suchbegriffe, jedoch lassen sich diese Preise durch eine hohe Qualität der Anzeigen senken.

Google Shopping Tipps: Den kompletten Produktkatalog hochladen

Wer auf Google die berühmte Extrameile geht, kann dafür belohnt werden. Dies gilt auch für den Produktfeed auf Google Shopping. Den gesamten Produktkatalog hochzuladen kann zu mehr Reichweite und Sichtbarkeit auf Google führen.

Dass der Produktfeed entscheidend für den Erfolg auf Google Shopping ist, dürfte für niemanden neu sein. Diesen Feed sorgfältig zu pflegen kann allerdings eine zeitintensive Angelegenheit sein. Warum also sollten wir mehr Produkte als zwingend für die Anzeigen nötig in unser Merchant Center aufnehmen?

Die bisherige Vorgehensweise

Bislang wurde häufig davon abgeraten, alle Produkte zum Merchant Center hinzuzufügen, wenn tatsächlich nur ein Teil davon beworben werden soll. Strategisch wurde vor dem Upload untersucht, welche Produkte für Anzeigen verwendet werden sollten, um nur diese in den Produktfeed zu übernehmen.

Dieses Vorgehen hat sich die letzten Jahre über bewährt. Werbekonten mit weniger Produkten sind deutlich übersichtlicher, wodurch es leichter fällt, alles im Auge zu behalten. Durch einen derart reduzierten Produktfeed lassen sich Ergebnisse leichter analysieren und Informationen zur Problembehebung, wie beispielsweise bei abgelehnten Produkten, einfacher identifizieren und beheben.

Google Shopping kehrt zurück zu seinen Wurzeln

Vor Kurzem wurden kostenlose Produkteinträge nach langer Zeit wieder in die Google Shopping Ergebnisse aufgenommen. An den Google Shopping Anzeigen ändert sich dadurch zunächst nichts – die Einfachheit der Verwaltung durch weniger Produkte besteht nach wie vor. Dies verleitet viele Werbetreibende dazu, weiterhin nur die tatsächlich beworbenen Produkte hochzuladen.

Dabei wird jedoch ein entscheidender Punkt außer Acht gelassen: Auch Produkte, die nicht aktiv durch Anzeigen beworben werden, können nun dank der kostenlosen Produkteinträge in den Suchergebnissen erscheinen. Für diese Klicks fallen keinerlei Kosten an, weshalb die üblichen Überlegungen bezüglich des ROI oder ROAS des einzelnen Produktes keine Rolle spielen. Das Ergebnis ist zusätzliche Reichweite und zusätzliche Klicks, ohne dabei die Kosten zu erhöhen oder Budget von Produkten mit besseren Ergebnissen zu verlagern.

Wie kann ich diese kostenlosen Klicks erhalten?

Egal, ob auch Anzeigen geschaltet werden oder nicht – um in den kostenlosen Einträgen erscheinen zu können muss diese Funktion im Merchant Center aktiviert werden. Im Navigationsmenü unter Wachstum und Programme verwalten findest du die Option „Produkte in kostenlosen Produkteinträgen auf Google anzeigen“.

Für die Einrichtung werden lediglich einige grundlegende Daten wie die Webseite benötigt, sowie der Produktfeed selbst. Wenn du noch keinen Account hast, findest du in unserem Google Merchant Center Guide alles Wichtige, um die Einrichtung in wenigen Schritten abzuschließen.

Auch wenn du nur einen Teil deiner Produkte bewerben willst, solltest du den gesamten Produktkatalog zum Merchant Center hinzufügen. Der etwas höhere Arbeitsaufwand wird mit einer höheren Reichweite und kostenlosen Klicks belohnt!

Die Bedeutung optionaler Attribute auf Google Shopping

Attribute sind Grundlage für die Erstellung erfolgreicher Google Shopping Anzeigen und kostenloser Produkteinträge. Optionale Attribute werden von Werbetreibenden aber häufig ignoriert, was nun große Auswirkungen auf den Erfolg von Google Shopping Kampagnen haben könnte.

Dass ein optimierter und stets aktueller Produktfeed maßgeblichen für den Erfolg von Shopping-Kampagnen verantwortlich ist, ist kein Geheimnis. Die dort angegebenen Produktdaten stellen die Grundlage für die Teilnahme an Google Shopping Auktionen dar und auch kostenlose Produkteinträge qualifizieren sich über die dort angegebenen Informationen für das Erscheinen in den Suchergebnissen. Für herausragende Ergebnisse reicht es aber längst nicht mehr aus, dabei lediglich den Mindestanforderungen von Google zu entsprechen.

Erforderliche und optionale Attribute

Die Liste der verfügbaren Attribute besteht derzeit aus über 60 Elementen. Doch nur ein kleiner Teil dieser Attribute ist zwingend notwendig, um in den Suchergebnissen zu erscheinen.

Die erforderlichen Attribute umfassen eine ID zur eindeutigen Erkennung eines Artikels, den Name des Artikels, eine Beschreibung, ein Bild, den Preis sowie die Verfügbarkeit. Zudem können je nach Produkt weitere Attribute erforderlich sein, wie beispielsweise der Name der Marke oder der Zustand des Artikels. Fehlen erforderliche Attribute oder sind diese falsch formatiert, wird der Artikel nicht in den Anzeigen und kostenlosen Einträgen erscheinen.

Optionale Attribute können zusätzlich eingereicht werden, um in mehr Suchen oder noch passenderen Suchen zu erscheinen. Die meisten dieser Attribute sind nur für spezielle Produktgruppen relevant und reichen von Farbe und Größe über Bearbeitungszeit bis hin zur Energieeffizienzklasse.

Optionale Attribute gewinnen an Bedeutung

Optionale Attribute werden häufig noch von Werbetreibenden ignoriert, da sie einen zusätzlichen Aufwand darstellen und ihre Bedeutung für das Erscheinen in den Suchergebnissen fraglich war. Ihr Nutzen beschränkte sich in der Vergangenheit vielmehr darauf, in gefilterten Suchen erscheinen zu können.

Dies hat sich jedoch seit Neuestem geändert: Auf Mobilgeräten werden nun häufig optionale Attribute bereits direkt in den Suchergebnissen angezeigt und erste Tests auf Desktopgeräten sind im Gange. Die Vermutung liegt daher nahe, dass mehr Attribute die Chancen auf eine Impression für solche Suchen erhöhen und das Fehlen eben dieser einen Nachteil gegenüber möglicher Konkurrenz darstellt.

Den Produktfeed mit Attributen optimieren

Aufgrund der neusten Tests seitens Google empfehlen wir, so viele Attribute wie möglich zum Produktfeed hinzuzufügen. Die komplette Liste ist auf Google verfügbar einschließlich detaillierter Formatierungsregeln. Für Bekleidungs-Produkte können so zum Beispiel neben den üblichen Attributen wie Farbe oder Geschlecht auch Attribute für das Muster und Material hinzugefügt werden.

Die Verwendung detaillierter Attribute hat zur Folge, dass tatsächlich jede Variante eines Artikels als eigenständiges Produkt eingegeben werden muss. Ist ein Pullover beispielsweise in mehreren Farben verfügbar, müssen mehrere Produkte in den Feed eingefügt werden, die sich jeweils nur in der Farbe unterscheiden. Um Nutzern alle Varianten anzuzeigen, sollte daher stets das Attribut Artikelgruppen_ID verwendet werden. Mithilfe dieses Attributes lassen sich Varianten eines Artikels gruppieren, um nach Klick auf das Produkt in den Suchergebnissen alle Varianten anzuzeigen.

Was zunächst nach einem deutlichen Mehraufwand klingt hat zur Folge, dass mehrere dieser Produkte gezeigt werden können und die Wahrscheinlichkeit erhöht wird, dass der Nutzer findet, wonach er suchte.

Wenn du noch nicht mit dem Produktfeed oder dem Google Merchant Center vertraut bist, hilft dir der komplette Guide zum Merchant Center dabei, die Plattform zu navigieren und deine ersten Produkte hinzuzufügen.

Auch wenn optionale Attribute wie ihr Name verrät weiterhin nicht zwingend nötig sind, sollten sie dennoch in Betracht gezogen werden. Google zeigt sie schon jetzt immer häufiger in den Suchergebnissen und wird weitere Versuche dieser Art unternehmen, um das Kauferlebnis der Nutzer zu verbessern. Mit einem möglichst kompletten und umfangreichen Produktfeed bist du bestens gewappnet, um auch bei zukünftigen Tests als Gewinner hervorzugehen.

Smarte Shopping Kampagnen: Vor- und Nachteile auf einen Blick

Smarte Shopping-Kampagnen sind ein Untertyp der regulären Shopping-Kampagnen, der Google Shopping und Remarketing im Display-Netzwerk vereint. Was sich hinter dem Kampagnen-Typ verbirgt und für wen die smarten Kampagnen geeignet sind, erfahrt ihr hier.

Google will mehr Werbetreibende dazu bewegen, Shopping-Kampagnen zu nutzen. Die Wiedereinführung von kostenlosen Produkteinträgen war ein Hinweis darauf, dass Google Shopping einer breiteren Masse an Nutzern zugänglich gemacht werden soll. Auch smarte Shopping-Kampagnen scheinen dieses Ziel zu verfolgen: Durch vereinfachte Kampagnenverwaltung eignen sich diese Kampagnen auch für Shop-Betreiber, für die Shopping-Kampagnen bislang zu viel Aufwand darstellten.

Wie funktioniert Smart Shopping?

Smarte Shopping Kampagnen bilden eine Kombination aus einer Shopping- sowie einer Display Remarketing-Kampagne. Anstelle zwei verschiedener Kampagnen ist mit Smart Shopping als nur noch eine nötig. Die Anzeigen sind komplett automatisiert und werden in Google Shopping, im Google Display-Netzwerk, sowie auf YouTube und Gmail ausgeliefert. Sowohl Platzierungen als auch Gebote werden von Google gesteuert.

Für die Erstellung gibt es nur wenige Anforderungen. Ihr benötigt ein Google Ads Konto, das mit einem Google Merchant Center Konto verknüpft ist und einen Produktfeed. Zudem sollten Conversion-Tracking und der allgemeine Webseite-Tag vorhanden sein. Kampagnen können zwar auch ohne eingerichtetes Tracking erstellt werden, die Ausgaben können jedoch eingeschränkt sein und eine Optimierung basierend auf Verkaufszielen ist nicht möglich.

Bei der Erstellung einer Shopping-Kampagne kann nun der Typ Smarte Shopping-Kampagne gewählt werden. Wie auch bei Standard-Kampagnen wird im ersten Schritt sowohl das Tagesbudget als auch das Absatzland festgelegt. Die Gebotsstrategie ist in smarten Kampagnen bereits festgelegt: Optimiert wird für den Conversion-Wert, zudem kann ein Ziel-ROAS angegeben werden.

Im nächsten Schritt werden die Produktgruppen ausgewählt. Sollten alle Produkte ein ähnliches ROAS-Ziel verfolgen, kann es sich anbieten, alle Produkte in einer Kampagne zu vereinen. Dies erleichtert die Verwaltung und kann die Leistung der Kampagne verbessern.

Zudem können an dieser Stelle weitere Assets hinzugefügt werden. Aus diesen Assets werden später Shopping- und Remarketing-Anzeigen für das Display-Netzwerk generiert. Sie werden automatisch in mehreren Varianten kombiniert, um verschiedene Anzeigen zu erstellen und die erfolgreichsten Kombinationen auszuliefern.

Unterschiede Smart vs. Standard Shopping

Optisch besteht kein Unterschied zwischen smarten und regulären Shopping-Anzeigen. Ob in der Google Suche oder im Display Netzwerk – die Anzeigen sind für den Endnutzer nicht von Standard-Anzeigen unterscheidbar. In der Erstellung und Optimierung der Kampagnen bestehen jedoch große Unterschiede.

Während in Standard-Shopping-Kampagnen Gebote selbst festgelegt werden, wird das Gebotsmanagement in smarten Kampagnen komplett von Google übernommen. Steuerung der Ausgaben erfolgt hauptsächlich über das zugeordnete Tagesbudget. Sind bereits ausreichend Zielabschlüsse vorhanden kann zudem ein Ziel-ROAS festgelegt werden. Entsprechend dieser Automatisierung fallen auch verschiedene Optimierungsmöglichkeiten wie Gebotsanpassungen oder negative Keywords weg.

Smarte Shopping Kampagnen werden in mehr unterschiedlichen Formaten ausgeliefert und Remarketing ist in den Kampagnen enthalten, wodurch sie meist mehr Impressionen erzielen als Standard-Kampagnen. In den Suchergebnissen haben smarte Kampagnen zudem Priorität – sie werden also den Standard-Anzeigen vorgezogen, bis ihr Budget ausgeschöpft ist.

Vorteile von Smart Shopping

Manuelle Optimierung von Shopping-Anzeigen kann sehr zeitraubend sein. Die einfache Handhabung ist daher eines der Hauptargumente für smarte Kampagnen. Der Kampagnen-Typ eignet sich durch die leichte Verwaltung sowohl für Einsteiger als auch für Shop-Betreiber mit wenig verfügbaren Ressourcen.

Die Gebotsstrategie ist auf Ziel-ROAS und Umsatzmaximierung ausgerichtet und wird durch maschinelles Lernen kontinuierlich analysiert und optimiert – ein Aufwand, der in diesem Maße manuell nicht zu bewältigen wäre.

Smarte Kampagnen werden zudem wie eingangs erwähnt auf verschiedenen Kanälen ausgeliefert. Daher haben sie eine höhere potenzielle Reichweite als Standard-Shopping-Kampagnen und können durch die Integration von Remarketing entlang des kompletten Funnels agieren.

Nachteile von Smart Shopping

Die Kombination mit Display-Anzeigen führt zwar zu einer einfacheren Verwaltung, erschwert aber die Ergebnisanalyse. Das Nutzerverhalten von Display- und Suchanzeigen ist nicht dasselbe, die Daten der verschiedenen Formate sind jedoch nur kombiniert verfügbar. Dies macht einen Vergleich mit den Ergebnissen vorheriger Standard-Kampagnen kaum möglich.

Gebotsanpassungen wie wir sie von Standard-Kampagnen gewohnt sind – beispielsweise nach Gerät, Nutzerlisten und Standorten – suchen wir in smarten Kampagnen vergebens. Das Wegfallen dieser Optimierungshebel sorgt dafür, dass Werbetreibende bei eventuell auftretenden Problemen nur wenig Aktionsmöglichkeiten haben.

Auch negative Keywords gibt es in smarten Kampagnen nicht. Doch das ist längst nicht alles: Smarte Shopping-Kampagnen bieten keinerlei Informationen zu den verwendeten Suchbegriffen. Für kleine Konten mag dies akzeptabel sein, wer jedoch in großem Stil Shopping-Kampagnen schalten will, benötigt diese Information, um Produkt-Titel oder Beschreibungen optimieren zu können.

Google Smart Shopping kann eine gute Einstiegsmöglichkeit für relativ neue Marketer darstellen oder dann hilfreich sein, wenn nicht ausreichend Zeit für manuelle Optimierung von Standard-Shopping-Kampagnen verfügbar ist. Das Format kommt allerdings mit großen Einschränkungen in der Transparenz und Kontrolle, wodurch insbesondere erfahrene Marketer mit hohen Ansprüchen an ihre Grenzen stoßen können.

Alles Wichtige zum Google Merchant Center

Google Merchant Center einfach erklärt: In unserem Guide erfahrt ihr alles, was ihr für den Einstieg wissen solltet, um eure Produkte für verschiedene Google-Dienste verfügbar zu machen.

Das Merchant Center ist ein Tool, um detaillierte Produktinformationen in den Google Ergebnissen präsentieren zu können. Egal ob es sich dabei um kostenlose Produkteinträge oder bezahlte Produktplatzierungen handelt – wer seine Produkte in den Google Shopping Ergebnissen platzieren möchte, benötigt zunächst das Google Merchant Center, wodurch die nötigen Produktdaten zur Verfügung gestellt und optimiert werden können.

Kosten des Google Merchant Center

Die Erstellung eines Kontos ist mit keinerlei Kosten verbunden und auch das Hinzufügen von Produkteinträgen ist kostenlos. Wer seinem Unternehmen zu noch mehr Reichweite verhelfen will, kann basierend auf den Produkten des Merchant Centers auch bezahlte Anzeigen schalten. Die Anzeigen selbst werden allerdings nicht vom Merchant Center aus, sondern im Nachhinein separat über Google Ads, gesteuert.

Erstellung und Ersteinrichtung

Mit jedem Google-Konto lässt sich hier ein kostenloses Google Merchant Center Konto erstellen. Dabei wird unter anderem der Name und Sitz des Unternehmens abgefragt und der Prozess ist innerhalb weniger Minuten abgeschlossen.

Im nächsten Schritt wird festgelegt, wo die Kunden bezahlen sollen. Derzeit stehen zwei Optionen zur Verfügung, von denen mindestens eine ausgewählt werden muss.

  1. Bezahlung auf der eigenen Webseite. Dies bedeutet, dass der Nutzer nach Ansicht des Produktes auf einen Link klickt, um zur Webseite des Unternehmens zu gelangen und dort die Transaktion abzuschließen.
  2. Bezahlung im Ladengeschäft, in welchem Fall keine Online-Transaktion stattfindet.

In einigen Ländern ist zusätzlich eine dritte Option verfügbar: Bezahlung direkt auf Google mit der Funktion Buy on Google. Mit dieser Alternative muss der Nutzer Google nicht verlassen, sprich keine externe Webseite besuchen, um ein Produkt zu kaufen. Noch ist allerdings nicht bekannt, ob und wann die Funktion auch in Deutschland ausgerollt wird.

Im Anschluss muss die Webseite noch bestätigt werden. Bei der Ersteinrichtung kann der Schritt problemlos übersprungen werden, Produkte werden allerdings nicht in den Suchergebnissen angezeigt, bis die Seite bestätigt wurde. Für die Bestätigung stehen mehrere Option zur Verfügung, wie beispielsweise die Verknüpfung mit Google Analytics oder dem Google Tagmanager, sowie das manuelle Einfügen eines HTML-Tags auf der Webseite.

Das Google Merchant Center entdecken

Übersicht: Hierbei handelt es sich um eine Seite, die verschiedene Elemente präsentiert und einen Schnellzugriff auf die wichtigsten Funktionen erlaubt.

Produkte: Im Tab Produkte lassen sich bereits erstellte Feeds einsehen und verwalten, sowie neue Feeds hinzufügen. Feeds bezeichnen Dateien mit einer Liste von Produkten, die über das Merchant Center beworben werden sollen.

Leistung: Leistung bietet eine Übersicht über die Ergebnisse des Kontos. Standardmäßig ist ein simples Dashboard mit Impressionen, Klicks und Klickrate verfügbar. Weiterhin besteht die Möglichkeit, eigene Berichte zu erstellen.

Wachstum: Sobald Produkte verfügbar sind oder schon in den Google Ergebnissen gezeigt wurden, stehen im Tab Wachstum individuelle Empfehlungen zur Leistungsverbesserung zur Verfügung. Außerdem können Programme können aktiviert werden, wie beispielsweise kostenlose Produkteinträge, Google Shopping und Kundenrezensionen.

Horizontale Navigation: Funktionen, welche die Grundeinstellungen des Kontos betreffen, sind in einer zusätzlichen Menüleiste im oberen Bereich der Seite verfügbar.

Konten verknüpfen

Um den Produkten zu noch mehr Reichweite zu verhelfen, können weitere Konten mit dem Google Merchant Center verknüpft werden. Über das Werkzeugsymbol lässt sich der Menüpunkt Verknüpfte Konten finden.

Eine Verknüpfung mit Google Ads ist immer dann nötig, wenn Google Shopping Anzeigen aufgesetzt werden sollen. Die Verknüpfung mit Google My Business bietet sich für Produkteinträge mit lokalem Inventar oder Käufen im Ladengeschäft an.

Produkte hinzufügen

Produkte können einzeln erstellt oder als Datenfeed hochgeladen werden.

Handelt es sich um nur wenige Produkte und Käufe ohne lokales Inventar, ist das manuelle Einreichen einzelner Produkte eine empfehlenswerte Methode, denn der Prozess ist simpel: Über den Menüpunkt alle Produkte öffnet sich nach Klick auf das Pluszeichen die Erstellungs-Seite des Produktes. Auf dieser Seite lassen sich alle wichtigen Daten der Produkte eintragen und die Formfelder verfügen über praktische Hilfestellungen.

Alternativ können auch mehrere Produkte gleichzeitig über einen Feed hochgeladen werden. Diese Produkte werden entweder durch einen manuellen Upload einer Datei, via Google Tabellen, durch eine auf der eigenen Webseite gehosteten Datei, oder über die Content API hinzugefügt. Die drei letzteren Optionen haben den Vorteil, dass aktualisierte Daten automatisch ins Google Merchant Center übertragen werden.

Vor einem Upload sollte stets überprüft werden, dass alle nötigen Produktinformationen vorliegen. Google stellt eine Liste mit Produktspezifikationen zur Verfügung, die alle nötigen und Optionalen Elemente der Produktdetails umfasst.

Tipp: Wenn ihr Zweifel an der eigens erstellten Tabelle mit Produktinformationen habt, könnt ihr über das Merchant Center an eine passende Vorlage gelangen. Wählt im Prozess der Feed-Erstellung die Eingabemethode Google Tabellen und anschließend Google Tabelle aus einer Vorlage erstellen.

Wichtige Richtlinien

Für die Nutzung des Merchant Centers gibt es einige Richtlinien zu beachten, die sicherstellen sollen, dass Google Nutzer ein einwandfreies Kauferlebnis haben.

Die Sprache der Produktdaten muss mit der Sprache der Webseite und der Sprache der Registrierung der Produkte übereinstimmen. Die Daten der Produkte müssen der Produktdatenspezifikation entsprechen und im Falle von Änderungen aktualisiert werden.

Außerdem dürfen nur Produkte angeboten werden, die über euer Geschäft verfügbar sind. Dies bedeutet, dass Pay per Click Links zu anderen Partnerwebseiten nicht erlaubt sind und auch Kampagnen, die lediglich darauf abzielen Nutzerdaten zu erfassen, sind nicht gestattet.

Zudem müssen Rückgabe- und Erstattungsbedingungen fehlerfrei angegeben werden und auch wenn keine Rückgabe möglich ist, muss dies ausgeschrieben werden. Wichtig ist, dass diese Informationen zudem auf der Webseite verfügbar sind und leicht gefunden werden können.

Das Google Merchant Center ist ein wichtiges Tool, um Produkten online zu mehr Reichweite zu verhelfen. Die Erstellung des kostenlosen Kontos nimmt nur wenig Zeit in Anspruch und durch die vielfältigen Optionen zum Hinzufügen von Produkten ist der Prozess sowohl für kleine Unternehmen als auch für große Plattformen mit einer Vielzahl an Produkten geeignet. Erstellt euer Google Merchant Center Konto in wenigen Klicks und nutzt die Reichweite von Google Shopping, um mehr Kunden zu erreichen.

Einführung in Google Shopping

Der komplette Beginner-Guide zu Google Shopping Werbeanzeigen und kostenlosen Produkteinträgen. Lernt alles Wichtige, um euren Produkten zu mehr Reichweite auf Google zu verhelfen.

Wer auf Google nach einem Produkt sucht, findet häufig zusätzlich zu den gewohnten Suchergebnissen und Textanzeigen auch Produkteinträge mit Bildern und Preisen, die dem Layout eines Online-Shops ähneln. Hierbei handelt es sich um Google Shopping – ein Werbekanal der inzwischen für viele Shop-Betreiber unumgänglich geworden ist.

Was ist Google Shopping?

Google Shopping zeigt Produktanzeigen sowie organische Produkteinträge, die zu der Suche der Nutzer passen. Diese können beispielsweise oberhalb und unterhalb der regulären Suchergebnisse erscheinen, sowie in den Bildergebnissen oder direkt im Tab „Shopping“ der Google Suche. Im Gegensatz zu kostenlosen Einträgen können die bezahlten Anzeigen zudem auf Seiten der Suchnetzwerk-Partner sowie dem Google Displaynetzwerk ausgeliefert werden.

Suchende können die Ergebnisse ähnlich wie bei einem Online-Shop filtern und an ihre Suchkriterien anpassen. Seit Kurzem präsentiert Google auf shopping.google.com zudem eine personalisierte Auswahl an Produkten, die auf dem jeweiligen Shopping- und Suchverhalten des Nutzers basiert.
Bezahlt werden die Anzeigen im CPC-Auktionsverfahren. Dies bedeutet, dass die Anzeige eines Produktes keinerlei Kosten verursacht. Werbetreibende können festlegen, wie viel ihnen ein Klick für eine bestimmte Suchanfrage wert ist und Kosten entstehen nur dann, wenn ein Suchender tatsächlich auf die Anzeige klickt.

Vorteile von Google Shopping

Wie auch Standard-Suchanzeigen auf Google, bringen Google Shopping Anzeigen hohe Reichweite. Doch Google Shopping hat einige Vorteile gegenüber klassischer Textanzeigen.

  • Während die regulären Suchergebnisse auf Google generell textbasiert sind, trägt bei Google Shopping die visuelle Komponente zu einem besseren Kauferlebnis bei. Produkte stechen durch Bilder, Preise und weitere Informationen hervor.
  • Im Gegensatz zu Textanzeigen können bei Google Shopping mehrere Produkte desselben Anbieters zeitgleich in den Suchergebnissen erscheinen. So kann die Wahrscheinlichkeit, ein passendes Produkt in den Ergebnissen zu präsentieren, erhöht werden.
  • Die Kaufraten bei Google Shopping liegen deutlich über denen der Textanzeigen, was sich nicht nur auf die detaillierten Informationen, sondern auch auf die hohe Kaufabsicht der Suchenden zurückführen lässt.

Vorbereitung der Konten

Um Google Shopping Anzeigen zu schalten, benötigt man sowohl ein Google Ads Konto als auch ein Google Merchant Center Konto, die beide kostenlos innerhalb weniger Minuten erstellt werden können.
Die Funktion der Shopping Anzeigen wird vom Merchant Center aus aktiviert. Im Navigationsmenü in der Kategorie Wachstum befindet sich die Option Programme verwalten, innerhalb derer sich Shopping-Anzeigen auswählen lassen. Im Anschluss und mit einem Klick auf das Werkzeugsymbol und Verknüpfte Konten kann dann das Google Ads Konto verlinkt werden. Damit sind die grundsätzlichen Vorbereitungen auch schon abgeschlossen.

Der Google Shopping Produkt Feed

Der Produkt Feed ist das Herzstück von Google Shopping. Es handelt sich dabei um eine Datei, die alle wichtigen Informationen bezüglich der Produkte enthält. Dazu gehören unter anderem eine Überschrift, Beschreibung, Bilder, der Preis sowie der Link zur Webseite.
Man kann sich den Feed als Tabelle vorstellen, mit einer Zeile für jedes Produkt und Spalten für die jeweiligen Attribute. Eine komplette Liste der erforderlichen und empfohlenen Attribute findet sich hier. Erforderliche Attribute wie beispielsweise der Preis müssen angegeben werden, damit der Artikel in den Google Shopping Ergebnissen erscheinen kann, empfohlene Attribute helfen dabei, noch häufiger zu erscheinen.
Dieser Feed kann beispielsweise mit Excel oder Google Sheets erstellt und dann manuell im Merchant Center unter dem Menüpunkt Produkte hochgeladen werden. Allerdings bieten die meisten E-Commerce-Plattformen auch Integrationen an, die diesen Prozess automatisieren können.

Google Shopping Kampagnen einrichten

Das Schalten der Kampagnen selbst findet über das Google Ads Konto statt. Zusätzlich zum Produkt Feed werden hier noch weitere Informationen benötigt: Das Absatzland und Tagesbudget müssen festgelegt werden, sowie das maximale Cost-per-Click-Gebot. Dieses bezeichnet den Höchstbetrag, der für den Klick auf eine Anzeige ausgegeben wird.

Anfangs wird eine einzige Anzeigengruppe mit der Produktgruppe “Alle Produkte” erstellt, die das komplette Inventar des Feeds beinhaltet. Die Produkte lassen sich im nächsten Schritt aber basierend auf Attributen in mehrere Produktgruppen unterteilen, um eine logische und übersichtlichere Struktur zu erhalten. Die Unterteilung kann wahlweise nach Marken, Kategorie oder Produkttyp, sowie weiteren Attributen stattfinden.

Wer für gewöhnlich nur Google Textanzeigen schaltet fragt sich nun vermutlich, wann und wo denn endlich die Suchbegriffe ins Spiel kommen. Im Gegensatz zu Textanzeigen basiert Google Shopping nicht auf vom Werbetreibenden festgelegten Begriffen. Die Relevanz einer Anzeige wird vom Produkt Feed, hauptsächlich den Keywords der Produktüberschrift und -beschreibung, bestimmt.

Google Shopping Kampagnen optimieren

Wie auch bei Suchkampagnen stehen bei Google Shopping eine Vielzahl an Daten zur Verfügung. Impressionen, Klicks, Kosten und Käufe sind nur einige der Kennzahlen, die bei der Optimierung behilflich sein können. Basierend auf diesen Daten können Gebotsanpassungen, beispielsweise für Mobilgeräte oder Wochentage, durchgeführt werden.

Für Keyword-Gebote bietet Google Shopping generell hohe Flexibilität und dadurch viel Potenzial zur Optimierung. Die Gebote können entweder dieselben für alle Produkte sein, oder individuell auf Produktgruppen oder sogar einzelne Produkte angepasst werden. Somit können die Kosten pro Klick erhöht oder gesenkt werden, um den ROI bestimmter Produkte und -gruppen zu erhöhen.

Auch wenn die Auslieferung der Anzeigen nicht auf einer Liste an Suchbegriffen basiert, lassen sich negative Suchbegriffe hinzufügen. Wie auch bei Textanzeigen gibt es einen umfassenden Bericht mit verwendeten Suchbegriffen, der dabei hilft, Suchen mit hohen Kosten und geringen Ergebnissen zu identifizieren und auszuschließen. Wie üblich sollte hierbei mit Bedacht gehandelt werden, um nicht versehentlich relevante Suchen zu verlieren.

Sollte eine Anzeige nur selten geschaltet werden oder kaum Klicks erhalten, ist ein Blick in den Produkt Feed nötig. Sind ausreichend Keywords im Titel und der Beschreibung vorhanden, damit die Anzeige in den Ergebnissen erscheint? Motiviert die Produktbeschreibung zum Klick? Sind die Bilder klar und ansprechend? Dass der Feed von hoher Bedeutung ist hatten wir bereits erwähnt und die Optimierung der Kampagnen stellt dafür keine Ausnahme dar.

Kostenlose Produkteinträge erstellen

Google hatte im letzten Jahr große Neuigkeiten für Shop-Betreiber: Kostenlose Produkteinträge wurden nach 8 Jahren der Abstinenz wieder in die Google Shopping Ergebnisse aufgenommen. Google geht damit zurück zu seinen Wurzeln: Bei der Einführung von Google Shopping waren die Produkteinträge kostenlos, bevor die Plattform seit 2012 nur noch für bezahlte Anzeigen zur Verfügung stand.

Wie auch für bezahlte Google Shopping Anzeigen, werden für kostenlose Produkteinträge sowohl ein Merchant Center Konto als auch ein Produkt Feed benötigt. Eines Google Ads Konto bedarf es in diesem Fall allerdings nicht und es muss keine Kampagne erstellt werden. Nach dem Hochladen des Feeds ist nur ein einziger Schritt nötig: Im Merchant Center findet sich die Option, an „Plattformen auf Google“ teilzunehmen. Ist diese Funktion aktiviert, können die Produkte kostenlos in den Suchergebnissen erscheinen.

Google Shopping ist ein Kanal mit viel Potenzial, dessen Erfolg in hohem Maße von der Qualität des Produkt Feeds abhängt. Mit einem fehlerfreien und ansprechenden Feed, gut strukturierten Produktgruppen und laufender Optimierung ist Google Shopping zweifelsohne ein wertvolles Marketinginstrument. Durch die Wiedereinführung kostenloser Produktplatzierungen haben Händler neuerdings zudem die Möglichkeit, risikofrei und ohne jegliche Kosten erste Versuche auf Google Shopping zu unternehmen.