Google Analytics und Google Ads gemeinsam nutzen

Suchanzeigen auf Google können durch die Nutzung von Google Analytics ihr volles Potenzial entfalten. Um in der Fülle an Daten den Überblick zu behalten solltet ihr die Konten verknüpfen und einige bestimmte Kennzahlen im Blick haben.

Google Analytics bietet wertvolle Informationen, die bei der Optimierung von Google Ads und weiteren Kampagnen helfen können. Unsere Tipps beziehen sich auf das klassische Google Analytics – wenn ihr bereits das neue Analyse-Tool Google Analytics 4 Property verwendet, werdet ihr in unserem Guide zu Google Analytics 4 fündig.

Grundlegende Kennzahlen in Google Analytics

Ob ihr bereits Google Ads Kampagnen schaltet oder nicht – einige Kennzahlen sollten jedem Webshop-Betreiber bekannt sein.

Die Anzahl an Nutzern und Sessions bietet einen guten Überblick über den Traffic der Webseite. Die Grafiken veranschaulichen zudem, an welchen Tagen, Wochen und Monaten die Besuche ansteigen oder abfallen. Genauer könnt ihr dies dank dem Channel-Bericht auswerten. Egal, ob ihr lieber gruppierte Channels betrachtet oder euch an Quelle/Medium orientieren wollt: Die Übersicht der Kanäle gibt Aufschluss darüber, wie die Besucher auf die Webseite gelangen und wie sich die verschiedenen Kanäle über die Zeit entwickeln.

Die Berichte zu Technologie & Mobilgeräten helfen dabei, klare Prioritäten in der Schaltung von Anzeigen und der Verbesserung der Webseite zu setzen. Besuchen Nutzer die Seite hauptsächlich über Mobilgeräte, sollte die Optimierung für Mobilgeräte Vorrang haben. Ähnlich verhält es sich mit dem Bericht zu Allen Seiten. Hier können Seiten, die besonders viele Besuche verzeichnen, identifiziert werden, damit ihr euch bei Optimierungen zunächst auf diese konzentrieren könnt.

Conversions und Abschlussraten geben Aufschluss darüber, welcher Prozentsatz der Besucher eine gewünschte Aktion durchführt. Diese Abschlussrate zu kennen ist besonders dann von Bedeutung, wenn ihr bestimmen wollt, wie viel ihr maximal bereit seid pro Klick auszugeben.

Einbindung von Google Analytics in Google Ads

Google Analytics und Google Ads bieten wertvolle Informationen, die dabei helfen, sowohl Kampagnen als auch die Webseite zu verbessern und dadurch mehr Verkäufe zu erzielen. Analytics-Messwerte direkt auf der Google Ads Plattform zu sehen oder umgekehrt Google Ads Daten zu Analytics hinzuzufügen, erleichtert die Arbeit ungemein.

Google Ads- und Google Analytics-Konten können mit nur wenigen Klicks verknüpft werden. So können Abschlüsse für Transaktionen und andere Zielvorhaben in Google Ads importiert werden. Andere Zielvorhaben können beispielsweise der Besuch einer bestimmten Seite, das Absenden eines Formulars oder eine bestimmte Zeit, die auf der Webseite verbracht wurde, sein. Diese Zielvorhaben können als Conversions in Google Ads importiert werden, um die Leistung einzelner Anzeigen genauer analysieren zu können.

Im Bereich Einstellungen und Abrechnungen auf Google Ads findet sich der Menüpunkt Verknüpfte Konten. Hier kann unter anderem ein Google Analytics-Konto mit dem Google Ads-Konto verlinkt werden.

Im Anschluss können über die Option Websitemesswerte importieren Analytics-Daten in die Google Ads-Berichte übernommen werden. Maximal eine Stunde nach der Einrichtung sind die Daten verfügbar. In der Spaltenanpassung können ab diesem Zeitpunkt neue Messwerte ausgewählt werden.

Die Absprungrate gibt an, wie viele Nutzer lediglich die Zielseite besuchen und die Webseite im Anschluss verlassen, ohne eine zweite Seite des Shops zu besuchen. Die Kennzahlen Seiten pro Sitzung und durchschnittliche Sitzungsdauer geben einen genaueren Einblick in das Nutzerverhalten und der Anteil an neuen Sitzungen ist ein guter Indikator dafür, welche Anzeigen bereits interessierte Nutzer erreichen und welche im Gegensatz dazu zu mehr Sichtbarkeit innerhalb einer neuen Zielgruppe führen.

Suchkampagnen mit Google Analytics Insights verbessern

Zielgruppe: Im linksseitigen Menü unter der Option Zielgruppe befinden sich detaillierte Informationen über die Nutzer der Webseite: Von geographischen über demographische Merkmale bis hin zu Interessen und verwendeter Technologie. Während diese Daten auf Google Ads nur für über Google Ads entstandene Webseite-Besuche verfügbar sind, können auf Google Analytics alle Besucher in die Analyse aufgenommen werden. Dies ermöglicht es, die Zielgruppe besser zu verstehen.

Organische Suche: Unter dem Menüpunkt Akquisition findet ihr verschiedene Berichte zu allen Marketing-Kanälen. Besonders interessant ist hier die organische Suche. Durch diese Daten können organische Suchbegriffe und häufige Zielseiten identifiziert werden, die auch für Google Ads verwendet werden können.

Direkte Sitzungen: Die Google Kampagnen bringen viele Webseite-Besuche aber nur wenige Conversions? Je nach Produkt ist es nicht ungewöhnlich, dass Nutzer mehrere Besuche der Webseite benötigen, bevor sie sich für einen Kauf entscheiden. Steigen die direkten Zugriffe immer dann, wenn auch die Google Klicks oder Impressionen zunehmen, ist es wahrscheinlich, dass genau dies der Fall ist und die Google Ads Kampagnen zu Käufen über direkte Sitzungen beitragen.

Attribution: Der Anteil an direkten Sitzungen ist nur ein erster Anhaltspunkt für die Auswertung des Gesamteffektes der Google Ads Kampagnen. Wer einen Schritt weiter gehen möchte wird im Bereich Conversions unter Modellvergleich fündig. Google Analytics arbeitet standardmäßig nach dem Last-Click-Prinzip. Dies bedeutet, dass die Conversion vollständig dem letzten Klick zugeordnet wird. Im Modellvergleich finden sich zudem die Optionen Erster Klick, Linear, Zeitverlauf und Positionsbasiert. Insbesondere für Google-Kampagnen, die in einer frühen Phase der Kaufentscheidung agieren, lohnt sich ein Blick in diesen Bericht.

Weitere wichtige Google Analytics Berichte

Ausstiegsseiten: Im Tab Websitecontent-Berichte findet ihr eine Liste der Ausstiegsseiten. Aus dieser geht hervor, von welchen Seiten aus die Webseite am häufigsten verlassen wird. Seht euch diese Seiten genauer an, um zu verstehen, warum Besucher an diesem Punkt aussteigen.

Websitegeschwindigkeit: Diese Gruppierung von Berichten enthält Informationen dazu, wie schnell die Webseite angezeigt wird. Im Bezug auf Google Ads ist dies besonders wichtig, um einen hohen Qualitätsfaktor zu garantieren, denn die Nutzererfahrung auf der Zielseite ist einer der nur drei ausschlaggebenden Elemente.

Die Verknüpfung von Google Analytics und Google Ads lohnt sich in jedem Fall, doch wer in der Optimierung noch einen Schritt weiter gehen will, sollte sich auch genauer mit den Berichten und Kennzahlen direkt auf Google Analytics vertraut machen. Die Zielgruppe und ihr Verhalten auf der Webseite zu verstehen, ist der Schlüssel zum maximalen Google Ads Erfolg.

Die passende Google Ads Gebotsstrategie wählen

Bei der Erstellung von Google Ads Kampagnen im Suchnetzwerk haben Werbetreibende die Qual der Wahl: Welche Gebotsstrategie ist die beste?

Automatisiert oder manuell, für die Steigerung des Gewinnes, der Klicks oder der Bekanntheit – auf Google Ads stehen eine Vielzahl an Gebotsstrategien zur Auswahl.

Warum und wie wird die Gebotsstrategie festgelegt?

Gebotsstrategien auf Google Ads bestimmen, wie die Gebote für eine Auktion zustande kommen. Bei einer manuellen Strategie wird selbst festgelegt, wie viel maximal pro Klick ausgegeben wird. Bei automatischen Strategien, den sogenannten smarten Gebotsstrategien, wird diese Entscheidung von Google getroffen.

Die Gebotsstrategien werden stets auf Kampagnenebene festgelegt: Innerhalb des Erstellungsprozesses einer neuen Kampagne steht euch die folgende Liste zur Verfügung.

Um die Gebotsstrategie einer bereits erstellten Kampagne einzusehen reicht es aus, die Kampagneneinstellungen zu besuchen. Dort könnt ihr die Strategie jederzeit bearbeiten.

Manuelle Strategien

Eine beliebte Gebotsstrategie nennt sich manueller CPC. Bei dieser Strategie bestimmt ihr selbst, wie viel ihr bereit seid, pro Klick zu zahlen. Der tatsächlich zu bezahlende Klickpreis ist häufig niedriger als der maximale CPC. Bei der Auktion wird nämlich nur der Betrag bezahlt, der mindestens erforderlich ist, um die Grenzwerte für den Anzeigenrang zu erreichen und einen besseren Anzeigenrang als der nächste Mitbewerber zu erzielen.

Der Vorteil einer manuellen Strategie liegt auf der Hand: Volle Kontrolle über die Kosten pro Klick. Wenn ihr die Abschlussrate eurer Webseite kennt, könnt ihr berechnen, wie viel ihr höchstens pro Klick ausgeben wollt oder könnt, und diese Zahl als maximalen CPC angeben. Die manuelle Gebotseinstellung ermöglicht es außerdem, Gebotsanpassungen auf verschiedenen Ebenen wie beispielsweise nach Standort oder Gerät vorzunehmen. Kurz gesagt: Mit manuellen CPC habt ihr volle Kontrolle.

Der Nachteil dieser Gebotsstrategie besteht darin, dass das maschinelle Lernen von Google nicht genutzt werden kann und die Kampagnenverwaltung durch manuelle Gebote zudem arbeitsaufwändiger ist.

Eine Erweiterung dieser Strategie ist der sogenannte auto-optimierte CPC, der Kontrolle und smart Bidding vereint. Auch beim auto-optimierten CPC wird ein maximaler Klickpreis festgelegt, Google kann diesen jedoch erhöhen, wenn ein Abschluss wahrscheinlich ist. Die durchschnittlichen Klickkosten liegen üblicherweise trotzdem unter dem angegebenen maximalen CPC.

Smarte Strategien

Google Smart Bidding bezeichnet mehrere Strategien, die durch maschinelles Lernen automatisch Gebote erstellen, welche Klicks, Zielabschlüsse oder andere Kennzahlen optimieren sollen. All diese Strategien haben gemeinsam, dass die Kontrolle an Google abgegeben wird. Besonders wichtig ist es daher, korrekte Zielvorhaben auf der Google Ads Plattform erstellt zu haben.

Angestrebter Anteil an möglichen Impressionen: Diese automatische Gebotsstrategie sorgt dafür, dass ihr möglichst oft an erster Position, oberhalb der organischen Ergebnisse oder auf der ersten Seite der Ergebnisse erscheint. Wenn das Hauptziel Sichtbarkeit oder Bekanntheit ist, bietet sich diese Strategie an und ist daher besonders bei Kampagnen zum Markennamen beliebt.

Klicks maximieren: Das Ziel hierbei ist, möglichst viele Klicks innerhalb des Tagesbudgets zu erzielen. Diese Gebotsstrategie wird immer dann empfohlen, wenn möglichst viel Traffic erzielt werden soll. Die Klickpreise sind häufig niedriger als mit den nachfolgenden conversion-orientierten Kampagnen, die Qualität und Abschlussrate der Besucher jedoch oft ebenfalls.

Conversions maximieren: Die Maximierung von Conversions bedeutet, dass Google versucht das gesamte Tagesbudget auszugeben und dabei möglichst viele Zielabschlüsse zu verzeichnen. Für Unternehmen, die stark auf Wachstum setzen, ohne dabei zu sehr auf die Kosten pro Neukunden achten zu müssen, kann diese Strategie von Vorteil sein.

Conversion-Wert maximieren: Einen Schritt weiter geht ihr mit der Gebotsstrategie Conversion-Wert maximieren. Auch hier wird versucht, das gesamte Budget zu verwenden. Allerdings steht nicht die Anzahl an Abschlüssen im Vordergrund sondern ihr Gesamtwert. Wer einen Online-Shop mit Produkten verschiedenster Preissegmente hat, ist mit dieser Variante besser beraten.

Ziel-CPA: Bei der Cost-per-Action-Strategie wird angegeben, wie viel maximal für einen Abschluss ausgegeben werden soll. Der Abschluss muss dabei nicht zwingend ein Kauf sein, auch der Besuch einer bestimmten Seite oder das Ausfüllen eines Formulars können als Conversion eingestellt werden. Der Ziel-CPA wird nicht für jedes Keyword oder jede Anzeigengruppe eingehalten, er bezieht sich auf den durchschnittlichen Preis der Abschlüsse.

Ziel-ROAS: Der Return on Advertising Spend ist eine wichtige Kennzahl im Online-Marketing. Google ist sich dessem bewusst und bietet eine ROAS-orientierte Gebotsstrategie an: Im Gegensatz zum Ziel-CPA wird der Conversion-Wert in die Berechnung einbezogen, um ein ideales Umsatz/Kosten-Verhältnis zu erreichen.

Überlegungen bei der Wahl der Strategie

Der wichtigste Faktor für die Auswahl der passenden Gebotsstrategie ist das Unternehmensziel. Dies muss zunächst klar definiert werden: Ist das Ziel ein möglichst schnelles Wachstum? Ein erhöhter Bekanntheitsgrad? Kostenkontrolle? Für jedes dieser Ziele gibt es die passende Gebotsstrategie.

Für automatisierte Gebotsstrategien benötigt Google ein gewisses Volumen an Zielabschlüssen. Dies macht Sinn, denn maschinelles Lernen liefert bessere Ergebnisse mit 500 Datenpunkten im Monat als mit nur fünf. Generell werden diese Automatisierungen daher nur für Kampagnen mit mindestens 15 Abschlüssen pro Monat empfohlen – besser sind jedoch mehr Conversions. Wer also mit niedrigem Budget arbeitet oder durch besonders hochpreisige Produkte nur wenige Conversions verzeichnen kann, sollte lieber von Automatisierungen wie dem Ziel-ROAS oder Ziel-CPA absehen und ist mit manuellen Geboten oder Klickmaximierung besser beraten.

Zudem ist zu beachten, dass am Anfang aller automatisierter Gebotsstrategien eine gewisse Lernphase steht. Wie lange diese andauert hängt von der Anzahl der Conversions ab. Ein Trick, um so schnell wie möglich Ergebnisse zu erzielen ist es, mit manuellen Geboten anzufangen und auf eine automatisierte Strategie umzusteigen, wenn erste relevante Daten vorhanden sind.

Produkte, die viele Schwankungen in der Nachfrage vorweisen, oder bei denen häufig Änderungen vorgenommen werden sollen, sind mit einer manuellen Gebotsstrategie bestens beraten. Durch die volle Kontrolle über Anpassungen können beispielsweise einzelne Orte oder Interessengruppen zeitweise erhöht oder ausgeschlossen werden, ohne dabei die Lernphasen des Google-Algorithmus zu beeinträchtigen.

Jede Kampagne kann eine andere Gebotsstrategie verfolgen. So kann beispielsweise eine Kampagne mit Ziel-ROAS erstellt werden, eine weitere mit geringerem Suchvolumen und den daher empfohlenen manuellen Geboten sowie eine Markenkampagne, die einen möglichst hohen Anteil an Impressionen anstrebt.

Google Ads mit kleinen Budgets – 5 Tipps zum Erfolg

Begrenztes Budget für Google Ads? Kein Problem! Mit der richtigen Strategie muss bei der Anzeigenschaltung auf Google nicht zwingend tief in die Tasche gegriffen werden.

Viele Webshop-Betreiber befürchten, dass sich die Schaltung von Google Ads bei kleinen Budgets möglicherweise nicht lohnt. Doch das Gegenteil ist der Fall: Im Gegensatz zu anderen Kanälen fallen auf Google keine Startkosten an, wodurch sich der Kanal bestens für kleinere Werbebudgets eignet. Bei der Planung der Kampagnen gibt es aber dennoch einiges zu beachten.

Wie hoch sollte das Google Ads Budget sein?

Die gute Nachricht vorab: Ein Mindestbudget gibt es auf Google nicht. Um das ideale Google Ads Budget zu planen gibt es viele Möglichkeiten, häufig orientiert sich die Höhe der Ausgaben jedoch an festgelegten Zielen, wie beispielsweise einer gewünschten Anzahl an Käufen oder Klicks.

Mithilfe von Daten zu durchschnittlichen Klickpreisen im Google Keyword-Planer und der Abschlussrate der eigenen Webseite können erste Schätzungen durchgeführt werden, wie viele Abschlüsse für ein bestimmtes Budget realistisch sind.

Bei der Erstellung der Kampagnen ist wichtig zu beachten, dass auf Google Budgets stets pro Tag festgelegt werden. Das Monatsbudget berechnet Google darauf basierend wie folgt: Monatsbudget = Tagesbudget x 30,4. Google behält es sich vor, an manchen Tagen mehr als das festgelegte Tagesbudget auszugeben, überschreitet das daraus berechnete Monatsbudget jedoch nicht.

#1 Gebotsstrategie

Bei der Erstellung einer neuen Kampagne wird zunächst die Gebotsstrategie ausgewählt. Einige der verfügbaren Optionen klingen vielversprechend: Gewinn steigern, Umsatz oder Leads steigern, Bekanntheit erhöhen, Ziel-ROAS.

Während von Google automatisierte Strategien mit dem sogenannten smart Bidding durchaus Erfolg haben können, bieten sich bei kleineren Budgets jedoch insbesondere zu Anfang häufig eher manuelle CPC-Gebote an. Die automatisierten Strategien benötigen ausreichend Kampagnendaten, um die Ergebnisse optimieren zu können. Dies ist bei kleinen Budgets nicht gegeben, wodurch eine manuelle Einstellung der Gebote bessere Ergebnisse bringen kann.

#2 Gebotsanpassungen

Gebotsanpassungen sind prozentuale Änderungen des maximalen CPC-Gebots, die für bestimmte Interessengruppen, sowie demografische oder geografische Faktoren eingestellt werden können. Sie sorgen dafür, dass Anzeigen an bestimmte Nutzergruppen häufiger, an andere seltener ausgespielt werden.

Liegen die Kosten pro Kunden oder pro Kontakt für einen speziellen Standort beispielsweise deutlich über dem Kampagnen-Durchschnitt, kann das maximale Gebot für diesen Standort reduziert werden. Wenn ein Standort besonders gute Ergebnisse bringt, kann das Gebot für diesen Standort erhöht werden.

Derzeit sind für Suchkampagnen auf Google folgende Gebotsanpassungen verfügbar:

  • Gerät
  • Standort
  • Wochentag und Uhrzeit
  • Remarketing-Listen
  • Zielgruppen nach Interessen
  • Anpassung für Anrufe
  • Demografische Merkmale

#3 Qualitätsfaktor

Bei dem Qualitätsfaktor handelt es sich um eine Zahl von 1 bis 10, die jedem Keyword einzeln zugeordnet wird. Er beeinflusst, wie viel wir pro Klick auf Google Ads zahlen und besteht aus der Anzeigenrelevanz, voraussichtlichen Klickrate und der Nutzererfahrung auf der Zielseite.

Bereits kleine Verbesserungen im Qualitätsfaktor können große Auswirkungen haben. Den Qualitätsfaktor zu erhöhen ist ein kontinuierlicher Prozess und mit unseren praktischen Tipps für einen höheren Qualitätsfaktor gelingt das Vorhaben bestimmt. Insbesondere bei begrenzten Budgets kann es zudem hilfreich sein, Keywords mit niedrigem Qualitätsfaktor gänzlich zu deaktivieren und das eingesparte Budget auf Suchbegriffe mit höherem Qualitätsfaktor zu verteilen.

#4 Conversion-Einstellungen

Dass Conversion-Tracking für effektive Kampagnen von höchster Bedeutung ist, dürfte jedem bereits bewusst sein. Für kleine Kampagnen ist ein simples Messen der Kaufabschlüsse jedoch häufig nicht genug.

Ein kleiner Webshop, der beispielsweise alle zwei Tage einen Verkauf über Google erzielt, hat am Ende des Monats 15 Conversions auf der Plattform zu verzeichnen. Je nach Anzahl der Keywords kann dies aber unter Umständen nicht ausreichend sein, um die Kampagnen zu verbessern, da pro Suchbegriff oder pro Anzeige nicht genügend Daten vorliegen. Das Ergebnis ist, dass Optimierungen lange Zeit in Anspruch nehmen, oder Entscheidungen ohne die nötige Datengrundlage getroffen werden.

Um dies zu vermeiden bietet es sich an, weitere Ziele auf Google einzustellen. So kann beispielsweise das Hinzufügen zum Warenkorb als zusätzliche Conversion eingerichtet werden. Da dieses Ziel häufiger erfüllt wird liegen schneller Daten vor. Das neue Ziel ersetzt das ursprüngliche keinesfalls, bietet aber eine zusätzliche Quelle für Informationen.

#5 Suchintention

Jeder Nutzer, der eine Google Suche durchführt, hat in diesem Moment ein konkretes Interesse. Dieses Interesse, also die Intention der Suche zu verstehen, hilft dabei, Budgets zu optimieren. Besonders generische Suchbegriffe deuten meist eine geringe Kaufabsicht an. Der Suchende befindet sich in einer ersten Phase seiner Recherche und sammelt Informationen. Je spezifischer der Suchbegriff ist, umso wahrscheinlicher ist es, dass der Suchende bereits weiß, was er möchte und zum Kauf bereit ist.

Sowohl generische als auch spezifische Keywords können Erfolg bringen – ist das Budget jedoch begrenzt sollte zunächst auf die Begriffe mit der höchsten Kaufabsicht geboten werden, um das Maximum aus dem Budget herauszuholen.

Kleine Budgets und Google Ads schließen sich keinesfalls aus. Mit gut durchdachten Zielen und Anpassungen können auch ohne große Investitionen effektive Kampagnen geschaltet werden. Konzentriert euch zunächst auf eure Top-Performer und behaltet den Qualitätsfaktor stets im Blick.

SEO oder Google Ads – Was ist richtig für mich?

Organische Suchergebnisse oder bezahlte Anzeigen? Sowohl mit SEO als auch durch PPC können Webseite-Traffic und Verkäufe über Google erzielt werden. Welche Marketing-Strategie bietet sich an?

SEM, SEO, SEA, PPC? Die vielen Abkürzungen im Online-Marketing sorgen häufig für Verwirrung, doch das Konzept ist relativ simpel. Suchmaschinenmarketing besteht aus zwei Unterkategorien: SEO, kurz für Search Engine Optimization oder zu Deutsch Suchmaschinenoptimierung, und SEA Search Engine Advertising, also bezahlte Anzeigen in den Suchergebnissen. Diese zweite Kategorie wird häufig auch als PPC bezeichnet und in Bezug auf die weltweit größte Suchmaschine wird von Google Ads gesprochen.

Was genau bedeuten SEO und PPC?

SEO oder Suchmaschinenoptimierung bezeichnet eine Reihe an Maßnahmen, die dabei helfen, bessere Positionen in den Suchergebnissen auf Google oder anderen Suchmaschinen zu erreichen. PPC steht für Pay per Click und beschreibt unter anderem die Funktionsweise von Google Ads. Google Ads sind bezahlte Anzeigen in den Suchergebnissen, die oberhalb oder unterhalb der organischen Ergebnisse erscheinen.

 Die kostenlosen und bezahlten Ergebnisse unterscheiden sich optisch nur leicht. Während die Anzeigen vor einigen Jahren noch deutlich gekennzeichnet waren, sind sie inzwischen nur durch ein kleines Label erkennbar.

SEO vs PPC: Kosten

Die organischen, sprich durch SEO erzielten, Suchergebnisse sind kostenlos. Weder für das Erscheinen in den Ergebnissen noch für Klicks auf die Webseite fallen Kosten an. Der Preis, der für SEO bezahlt wird, ist lediglich die Zeit, die in die Optimierungen investiert wird oder die Kosten, um eine Agentur oder einen Freelancer mit dieser Optimierung zu beauftragen.

Bei PPC wird für jeden Klick auf die Anzeige ein Klickpreis berechnet. Dieser wird in einem Auktionsprinzip ermittelt: Werbetreibende geben an, was sie maximal bereit sind pro Klick zu zahlen. Google ermittelt anhand der Konkurrenz und Qualität, welche Anzeigen zu welchem Preis ausgespielt werden. Die Kosten pro Klick auf Google Ads hängen von vielen Faktoren ab und betragen häufig zwischen 1 und 2€.

Damit ist der größte Unterschied zwischen beiden Strategien definiert: Während für SEO anfangs eine erhebliche Investition in Form von Zeit nötig ist, fallen bei PPC laufende Kosten an.

SEO vs PPC: Kontrolle

Wer auf Google Ads Anzeigen schaltet hat volle Kontrolle über das Erscheinen in den Suchergebnissen. Sowohl der Text der Anzeigen selbst als auch für welche Suchbegriffe diese Anzeigen erscheinen kann vom Werbetreibenden festgelegt werden. Da Google im Anschluss Daten bezüglich der Performance verschiedener Anzeigen und Suchbegriffe zur Verfügung stellt, können AB-Tests durchgeführt werden, um die jeweiligen Texte zu optimieren.

Im Gegensatz dazu bietet SEO weniger Kontrolle und weniger Daten. In einem gewissen Maße können die Snippets der Suchergebnisse beeinflusst werden, indem Meta-Titel und Meta-Beschreibungen auf der Webseite festgelegt werden. Dies ist allerdings keine Garantie dafür, dass die Texte tatsächlich verwendet werden. Google behält es sich vor, andere Texte anzuzeigen. Auch die Suchbegriffe, für die die Webseite in den Ergebnissen erscheint, werden von Google bestimmt.

SEO vs PPC: Sichtbarkeit

Die organischen und bezahlten Anzeigen erscheinen in derselben Liste an Suchergebnissen und sehen sich sehr ähnlich. Die Top-Positionen der bezahlten Anzeigen erscheinen allerdings oberhalb der organischen Ergebnisse. In manchen Fällen, insbesondere auf Mobilgeräten oder in Industrien mit starker Konkurrenz, enthält der anfangs sichtbare Bereich keine organischen Ergebnisse. Um zu diesen zu gelangen muss der Nutzer scrollen – findet er innerhalb der Anzeigen bereits das, was er suchte, und verlässt Google, sieht er die organischen Ergebnisse nicht.

SEO vs PPC: Geschwindigkeit

SEO benötigt Zeit. Wie lange es genau dauert, bis Ergebnisse erzielt werden, hängt von vielen Faktoren ab. Google selbst gibt an, dass messbare Erfolge häufig nach zwischen 4 Monaten und einem Jahr auftreten. PPC bringt im Gegensatz dazu nahezu sofortige Ergebnisse. Eine erste Kampagne ist schnell erstellt und kann häufig schon am selben Tag die ersten Klicks verzeichnen.

SEO und PPC arbeiten am besten zusammen

Wer mit seiner Webseite langfristig Erfolg haben will, sollte sich nicht nur auf eine der beiden Strategien verlassen. SEO und PPC schließen sich nicht aus, sondern sind komplementäre Strategien.

So können beispielsweise durch PPC gewonnen Daten dabei helfen, die Beschreibungen der Webseite anzupassen, um auch im SEO von diesen Insights zu profitieren. Andererseits können Daten aus organischen Suchen hilfreich sein, um neue Suchbegriffe für PPC-Kampagnen zu identifizieren.

Wer schnelle Ergebnisse benötigt ist mit PPC besser beraten, sollte sich aber dessen bewusst sein, dass PPC im Gegensatz zu SEO laufende Kosten verursacht. Durch die Fülle an verfügbaren Daten bietet sich PPC auch insbesondere dann an, wenn das Angebot noch nicht abschließend definiert ist und Tests durchgeführt werden sollen.

Ist ausreichend Budget für beide Kategorien des Suchmaschinenmarketing verfügbar, bietet es sich an, SEO und PPC gemeinsam zu nutzen. Muss zunächst eine Option gewählt werden, hängt die Entscheidung hauptsächlich davon ab, wie schnell Ergebnisse erzielt werden sollen.

Google Ads Anzeigenerweiterungen von A bis Z

Mit Anzeigenerweiterungen können sich Google Anzeigen von der Konkurrenz abheben und die Kampagnen-Performance verbessern. 

Durch Anzeigenerweiterungen werden den Google Ads Anzeigen nützliche Informationen wie Standorte, zusätzliche Links oder Preise hinzugefügt. Durch die Vielzahl an verfügbaren Optionen sind Erweiterungen für nahezu jeden Werbetreibenden empfehlenswert.

Vorteile von Anzeigenerweiterungen

Mehr Informationen: Anzeigenerweiterungen bieten die Möglichkeit, zusätzliche Informationen bereitzustellen. So können beispielsweise bestimmte Produktkategorien, Vorteile der Produkte oder Preise gesondert hervorgehoben werden. Durch diese weiterführenden Informationen wird die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass ein Nutzer das sieht, wonach er suchte.

Mehr Platz in den Ergebnissen: Anzeigen mit Erweiterungen nehmen mehr Platz in den Suchergebnissen ein. Dadurch kann die Konkurrenz besonders auf Mobilgeräten aus dem Sichtfeld des Suchenden verdrängt werden. Die Anzeigen sind zudem auffälliger und heben sich von anderen Suchergebnissen ab.

Keine zusätzlichen Kosten: Durch die Verwendung von Anzeigenerweiterungen entstehen keinerlei zusätzliche Kosten. Wie bei allen Anzeigen fallen nur dann Kosten an, wenn auf eine Anzeige oder ihre Erweiterung geklickt wird.

Durch die höhere Sichtbarkeit und Fülle an Informationen können sowohl die Anzeigenrelevanz als auch die Klickraten erhöht werden, wodurch nicht nur mehr Klicks entstehen, sondern auch der Qualitätsfaktor steigt. In der Folge können die Kosten pro Klick daher durch die Verwendung von Anzeigenerweiterungen sogar sinken. Besonders hohe Reichweite entsteht dann, wenn mehrere Erweiterungen gleichzeitig angezeigt werden.

Anzeigenerweiterungen für Abschlüsse im Online-Shop

Zusätzliche Links: Die sogenannten Sitelink-Erweiterungen erscheinen als zusätzliche Links unter der Anzeige. Damit können Suchende zu bestimmten Seiten der Webseite weitergeleitet werden. Auf Desktopgeräten können bis zu sechs Sitelinks angezeigt werden, auf Mobilgeräten bis zu acht.

Weitere Informationen: Snippet-Erweiterungen sind in Kategorien wie Ausstattung, Dienstleistungen, Marken oder Modelle verfügbar. Die Snippets enthalten keine Links, bieten aber die Möglichkeit, konkretere Informationen zum Produktangebot in den Anzeigen hervorzuheben.

Preise und Angebote: Durch Preiserweiterungen können Preise sowie Rabatte für verschiedene Produkte direkt innerhalb der Anzeige erscheinen. Dies kann entweder zu mehr Klicks führen oder dafür sorgen, dass weniger nicht qualifizierte Klicks entstehen, da der Suchende schon vor dem Besuch der Webseite entscheiden kann, ob die Preisspanne für ihn interessant ist.

Anzeigenerweiterungen für weitere Ziele

Erweiterungen für Unternehmen mit lokalen Geschäften: Standorterweiterungen so wie Affiliate-Standorterweiterungen können auf Geschäfte hinweisen, in denen die Produkte verkauft werden. Öffnungszeiten, Fotos und sogar Wegbeschreibungen können als Erweiterung zur Anzeige hinzugefügt werden, um zu Ladenbesuchen zu motivieren.

Erweiterungen zur Kontaktaufnahme: Wer Anrufe oder SMS von potenziellen Kunden erhalten möchte, kann eine Anruferweiterung zur Anzeige hinzufügen. Telefonnummern in Textanzeigen können zur Ablehnung führen, durch Anruferweiterungen kann diese Einschränkung umgangen werden. Wenn das Ziel die Kontaktaufnahme über ein Formular ist helfen Lead-Formularerweiterungen. Bei diesem Format können Kontaktinformationen wie eine E-Mail-Adresse oder Telefonnummer gesammelt werden.

Erweiterungen für Apps: Auf Mobilgeräten und Tablets können App-Erweiterungen geschaltet werden. Der Haupttext der Anzeige verweist in diesen Fällen nach wie vor auf die Webseite, die App-Erweiterung führt direkt zum Download der App über Google Play oder den Apple App Store.

Anzeigenerweiterungen erstellen

Google kann automatisch Anzeigenerweiterungen erstellen. Dies ist einerseits praktisch, da keinerlei Konfiguration nötig ist und die Kampagnen ohne jeglichen Aufwand von Erweiterungen profitieren können. Andererseits besteht jedoch keine Garantie, dass die Erweiterungen genau das hervorheben, was im Kontext des Unternehmens am wichtigsten ist. Im Tab Anzeigen und Erweiterungen können alle bisherigen Erweiterungen eingesehen werden. Im Dropdown-Menü im oberen Bereich der Seite lässt sich die Liste dann auf nur die automatischen Erweiterungen beschränken. Sind automatische Erweiterungen nicht erwünscht können diese durch einen Klick auf Mehr und Erweiterte Optionen deaktiviert werden.

Über das blaue Plus-Symbol im Tab Erweiterungen können manuell neue Erweiterungen erstellt werden. Manuell erstellte Erweiterungen können entweder für das gesamte Konto oder für spezielle Kampagnen oder Anzeigengruppen erstellt werden. Generell empfiehlt Google, Erweiterungen für das gesamte Konto hinzuzufügen. Dies macht jedoch nur dann Sinn, wenn die Erweiterungen allgemein gehalten und tatsächlich für alle Anzeigengruppen relevant sind.

Die Erstellung der Erweiterung ist innerhalb weniger Minuten abgeschlossen. Je nach gewähltem Erweiterungs-Typ stehen unterschiedliche Felder für Texte und Links zur Verfügung. Zur einfachen Visualisierung stellt Google während der Erstellung auch eine Vorschau zur Verfügung.

Sobald die Erweiterungen erstellt sind und in den Suchergebnissen angezeigt werden erscheinen ihre Ergebnisse im selben Tab. Durch die detaillierten Statistiken, die Google dort zur Verfügung stellt, können die Erweiterungen dann später optimiert werden. Nicht alle Erweiterungen werden bei jeder Anzeigen-Impression ausgespielt. Die Anzahl an Impressionen sowie die Klickraten der einzelnen Erweiterungen geben Aufschluss darüber, welche Erweiterungen am relevantesten sind.

Fast jede Anzeige kann von Anzeigenerweiterungen profitieren. Durch manuelle Erstellung behaltet ihr volle Kontrolle über den Inhalt und könnt testen, welche Erweiterungen eurem Shop die besten Ergebnisse bringen.

Google Ads: Wie viel kosten die Anzeigen auf Google?

Wie viel kostet die Anzeigenschaltung auf Google? Dies ist eine der ersten Fragen, die sich Shop-Betreiber stellen, wenn sie Werbeanzeigen auf der weltweit größten Suchmaschine ausspielen wollen.

Laut eigener Aussage erreicht Google etwa 90% aller Internetnutzer. Nicht verwunderlich also, dass Google für viele Werbetreibende bereits ein fester Bestandteil ihrer Online-Strategie ist. Shop-Betreiber, die bislang noch nicht auf Google vertrauen bewegt meist zunächst die Frage, wie viel die Nutzung von Google Ads kostet. Wir schaffen Klarheit darüber, welche Kosten auf der Plattform entstehen.

Welche Kosten entstehen bei Google Ads?

Das Wichtigste vorweg: Alleine die Nutzung der Google Ads Plattform ist mit keinerlei Kosten verbunden. Dies ist ein großer Vorteil gegenüber den traditionellen Marketing-Kanälen wie Print-Werbung, da keine anfängliche Investition nötig ist und keine Fixkosten entstehen.

Auch das Ausspielen von Anzeigen führt zu keinen Kosten. Auf Google fallen nur dann Kosten an, wenn tatsächlich auf eine Anzeige geklickt wird. Dadurch wird das Risiko weiter minimiert, da alle entstehenden Kosten zu Besuchen der Webseite führen.

Auf Google legen wir selbst fest, wie viel wir bereit sind für einen Klick zu zahlen. Die maximalen Kosten pro Klick, auf Google „Max. CPC“ genannt, können entweder für eine Kampagne, eine Anzeigengruppe oder sogar spezifisch für jedes Keyword festgelegt werden.

Neben den Kosten pro Klick haben wir zudem volle Kontrolle über das Gesamtbudget. Mehr zur Bestimmung des idealen Google Ads Budgets erfährst du hier.

Kosten pro Klick auf Google Ads

Ganz allgemein liegen die durchschnittlichen Kosten pro Klick zwischen $1 und $2, allerdings können die tatsächlichen Werte deutlich niedriger oder höher liegen. So spielt beispielsweise die Industrie eine große Rolle, ebenso wie viel Konkurrenz es gibt. In machen Industrien schwanken die CPC auch je nach Jahreszeit.

Wer sich ein ungefähres Bild von den Kosten pro Klick eines Keywords machen will, wird im Google Keyword-Planer fündig. Hier werden Schätzungen angegeben, welche Klickpreise nötig sind, um in den Suchergebnissen oberhalb der organischen Ergebnisse zu erscheinen. Diese sind allerdings nur ein genereller Richtwert – die tatsächlichen Kosten variieren abhängig von der Qualität der Anzeigen – dazu später mehr.

Industrie: Vergleichen wir die Kosten pro Klick für Suchbegriffe verschiedener Industrien werden die größten Unterschiedliche deutlich. Während die Preise pro Klick für die Suche einer Sonnenbrille deutlich unter 1€ liegen, kosten Klicks für private Krankenversicherungen teils über 10€. Dies ist hauptsächlich der Konkurrenz geschuldet. Im Versicherungsbereich sind beispielsweise die Einnahmen pro Neukunden entsprechend hoch, wodurch viele Anbieter bereit sind, hohe Preise für einen Klick zu bezahlen.

Region: Der exakt selbe Suchbegriff kann in verschiedenen Regionen verschiedene Klickpreise haben. Die Preise unterscheiden sich von Land zu Land, aber auch von Region zu Region. Dies ist besonders wichtig für Unternehmen, die überregional oder international agieren.

Saisonalität: Je nach Produkt oder Dienstleistung kann es zudem unter dem Jahr große Schwankungen geben. Dies liegt hauptsächlich an Veränderungen in der Nachfrage und aktiverer Konkurrenz zu bestimmten Jahreszeiten, wie beispielsweise zur Reisesaison oder um Festtage wie während der Vorweihnachtszeit.

Die tatsächlichen Kosten pro Klick auf Google

Wie bereits erwähnt sind die im Keyword-Planer verfügbaren Daten nur ein erster Anhaltspunkt und die dort gezeigte Spanne zwischen unterem und oberem Bereich ist relativ hoch. Der Grund für diese Unterschiede ist, dass die realen Kosten vom sogenannten Qualitätsfaktor beeinflusst werden.

Der Qualitätsfaktor ist eine von Google erstellte Kennzahl, die drei Faktoren einbezieht: Anzeigenrelevanz, voraussichtliche Klickrate und Nutzererfahrung auf der Zielseite. Google vergibt seine Anzeigefläche an jene Unternehmen, die die beste Kombination aus maximalem Klickgebot und Qualitätsfaktor bieten. Die Folge ist, dass ein hoher Qualitätsfaktor für niedrigere Klickpreise sorgt, während ein niedriger Qualitätsfaktor die Kosten steigen lässt.

Wichtig ist zudem, dass die maximalen Klickkosten, die wir für ein Keyword angeben, nicht zwingend mit den realen Kosten übereinstimmen. Oftmals liegen die tatsächlich anfallenden Kosten pro Klick unter dem angegebenen Maximum.

Der Grund hierfür ist, dass die Kosten pro Klick nur so hoch sind, dass der Preis gerade so ausreicht, um den nächstplatzierten Konkurrenten zu übertreffen. In keinem Fall sind die Klickkosten jedoch höher als das angegebene Maximum. Falls dies gewünscht ist, um noch mehr Impressionen zu bekommen, muss explizit in den Kampagnen-Einstellungen angegeben werden, dass CPC automatisch optimiert werden sollen, oder beispielsweise auf bestimmten Geräten oder zu bestimmten Tageszeiten das Maximum erhöht werden kann.

Die Google Ads Plattform ist ein kostenloses Werkzeug, das hohe Kontrolle über die entstehenden Kosten ermöglicht. Der Keyword-Planer gibt aufschlussreiche Einblicke in die Höhe der Kosten pro Klick für die gewünschten Suchbegriffe, jedoch lassen sich diese Preise durch eine hohe Qualität der Anzeigen senken.

Landing Pages für Google Ads – Tipps und Beispiele

Zielseiten, auch Landing Pages genannt, sind ein wichtiger Bestandteil jeder Google Ads Kampagne. Folgt unseren 7 Tipps für bessere Landing Pages, um mehr Abschlüsse zu erzielen und Kampagnen-Kosten zu senken.

Landing Pages zu optimieren führt nicht nur zu besseren Abschlussraten. Die Nutzererfahrung auf der Zielseite ist zudem auch einer der drei Faktoren, die den Qualitätsfaktor auf Google Ads bestimmen. Eine optimierte Landing Page führt somit also nicht nur zu mehr Abschlüssen, sondern auch zu niedrigeren Klickkosten auf Google.

#1 Der erste Eindruck zählt

Wenn ein Besucher auf unserer Webseite landet haben wir nur wenige Sekunden Zeit, seine volle Aufmerksamkeit zu gewinnen. Im Webdesign spricht man von der 5-Sekunden-Regel, wobei manche Marketer auf nur 3 oder bis zu acht Sekunden verweisen. Diese in jedem Fall sehr kurze Spanne ist das Zeitfenster, in dem der Besucher verstehen können muss, was ihm angeboten wird.

Dies bedeutet, dass das Angebot klar sein muss, ohne dass der Besucher auf der Seite nach unten scrollt. Auf der ersten sichtbaren Seite, oft als „above the fold“ bezeichnet, sollten sich die wichtigsten Elemente befinden: Eine Überschrift, Unterüberschrift, ein CTA und idealerweise ein Bild oder anderes visuelles Element. Innerhalb weniger Textzeilen sollte der Wert des Produktes auf den Punkt gebracht und überzeugend zusammengefasst werden.

Landing Page Hellobello

Hellobello.de hat dies hervorragend umgesetzt. Neben einem ansprechenden und passenden Bild befindet sich in dem sofort sichtbaren Bereich ein aussagekräftiger Slogan „Du isst lieber frisch, dein Hund auch.“ gefolgt von einer Beschreibung, die in wenigen Worten das Angebotes und den Hauptvorteil des Produktes erklärt: „Frisch gekochtes Hundefutter aus echten Lebensmitteln für ein langes Hundeleben.“ Ein großer Button führt direkt zum nächsten erwünschten Schritt.

#2 Nur ein Ziel verfolgen

Eine Landing Page hat stets ein bestimmtes Ziel. Wichtig ist, dass wir uns vor der Erstellung der Seite im Klaren darüber sind, was das Ziel ist, um dann die Seite an eben diesem Ziel auszurichten. Auf der Homepage einer Webseite finden sich oft viele Links zu verschiedenen Unterseiten, wie Beispielsweise einer Kategorie Über uns, zu den FAQ, zu mehr Details. Auf einer Landing Page sollte dies vermieden werden – alle CTAs sollten auf dieselbe Aktion abzielen und jegliche Ablenkungen vermieden werden.

Im Englischen spricht man von der Attention Ratio, also der Quote zwischen möglichen und erwünschten Aktionen auf einer Seite. Im Falle einer Landing Page ist das Idealverhältnis 1:1. Dies bedeutet: Wir wünschen uns vom Besucher eine bestimmte Aktion und nur diese ist auf der Seite verfügbar.

In der Vergangenheit wurde oft dazu geraten, sogar die Menüleiste auf Landing Pages komplett zu verbergen. Dies ist inzwischen jedoch überholt und wird hauptsächlich nur dann angewandt, wenn das Ziel nicht ein Kauf ist, sondern lediglich der Download eines Dokumentes oder eine vergleichbare Aktion, die wenig verbindlich ist. Für Google Anzeigen, die ein Produkt oder eine Dienstleistung bewerben, bietet es sich an, Navigationsmöglichkeiten bereitzustellen. Ein potentieller Kunde möchte sich über das Angebot informieren und sollte stets die Möglichkeit haben, alle für ihn wichtigen Informationen zu finden. Sofern der Seiteninhalt selbst auf die gewünschte Aktion abzielt, spricht nichts gegen eine dezent gehaltene Menüleiste.

#3 Landing Page als Erweiterung der Anzeige

Wer auf eine Anzeige klickt, möchte keine Überraschungen. Unterbewusst hat ein Besucher bereits eine bestimmte Erwartungshaltung, wenn er sich für den Klick entscheidet. Daher ist es wichtig, dass die Landing Page die logische Fortführung der Textanzeige ist.

Einfach erklärt: Wenn die Anzeige einen Express-Kurs zum Motorradführerschein bewirbt, möchte der Suchende nicht auf einer allgemeinen Seite der Fahrschule landen und dort nach der passenden Leistung suchen müssen. Spezifischer bedeutet es, dass die Landing Page mit den Textanzeigen übereinstimmen müssen: Dasselbe Produkt und Angebot, sowie ähnliche Formulierungen und Keywords. Dies gilt auch für die CTAs: Anstelle von generischen Button-Texten wie „absenden“ oder „bestätigen“ sollten die Texte an das Angebot angepasst werden und verdeutlichen, was den Besucher beim Klick erwartet.

Landing Page Sendinblue

Wer auf Google nach dem Marketing-Tool Mailchimp sucht, trifft häufig auf eine Anzeige für dessen Konkurrenten Sendinblue. Der Anzeigentext verspricht eine Alternative zu Mailchimp und die Landing Page führt genau diesen Gedanken fort. Die Anzeige verlinkt nämlich nicht auf die Homepage von Sendinblue, sondern auf eine spezielle Landing Page, die das beworbene Thema aufgreift. Neben der Hauptüberschrift „Die deutsche Alternative zu Mailchimp“ ist auch der weitere Inhalt dieser Landing Page am Vergleich zwischen den beiden Plattformen ausgerichtet.

#4 Verschiedene Leseebenen zum einfachen Verständnis

Dass die Aufmerksamkeitsspanne eines Besuchers nur wenige Sekunden beträgt haben wir bereits festgestellt. Doch auch wenn wir ihn davon überzeugt haben, weiter auf unserer Seite zu scrollen, sollten wir die Regel der wenigen Sekunden nicht vergessen.

Marketer sind hin- und hergerissen zwischen dem Bereitstellen möglichst detaillierter Informationen und einer Reduzierung des Inhaltes, um nur die wichtigsten Kaufargumente zu vermitteln. Verschiedene Leseebenen helfen dabei, dass dieser Spagat gelingt.

Der Text wird idealerweise auf zwei oder drei Ebenen gestaltet, die sich deutlich in der Schriftgröße unterscheiden. Die durch große Schrift hervorgehobenen Überschriften sollten ausreichend Informationen bieten, damit sich ein Besucher einen groben Überblick verschaffen kann. Weitere Details können dann in kleiner Schrift ausführlicher erklärt werden.

Landing Page Google Merchant Center

Google selbst setzt dies auf seiner Landing Page zum Google Merchant Center klar um. Die verschiedenen Abschnitte haben eine große Überschrift und während kurze und prägnante Unterüberschriften die Hauptargumente präsentieren, erklären kleiner gehaltene Absätze mehr Details zum jeweiligen Thema. So kann die Seite einerseits leicht überflogen werden, besonders interessierte Besucher finden dennoch alle wichtigen Informationen.

#5 Der Nutzer soll es einfach haben

Eine gute Nutzererfahrung ist ausschlaggebend für den Erfolg der Zielseite. Mehr als die Hälfte aller Suchen auf Google werden über Mobilgeräte getätigt, weshalb es auf der Hand liegt, dass die Landing Page für Mobilgeräte optimiert sein muss. Dies und eine möglichst kurze Ladezeit sind Grundvoraussetzung für eine Seite mit hohen Abschlussraten.

Wenn wir unsere Abschlussraten verbessern wollen haben wir dafür zwei Hebel: Wir können die Motivation der Besucher erhöhen oder die Aktion leichter durchführbar machen. Die Motivation wird durch unser Angebot und die präsentierten Verkaufsargumente erhöht, die leichte Durchführbarkeit hängt von der Gestaltung der Seite ab. Daher sollten wir stets versuchen, die gewünschte Aktion so leicht wie möglich zu machen, beispielsweise durch die Reduzierung von Formularen auf nur die tatsächlich notwendigen Felder.

#6 Vertrauen schaffen

Damit ein Besucher eine Bestellung tätigt, muss er der Webseite vertrauen können. Sogenannte Trust Icons helfen dabei, dieses Vertrauen aufzubauen und zu fördern. Besonders beliebte Elemente sind Kundenrezensionen, Nennungen in der Presse oder Auszeichnungen, sowie Symbole, die sichere Bezahlung versprechen.

Landing Page Foodist

Foodist nutzt auf seiner Webseite gleich mehrere dieser Elemente. Die Kundenmeinungen sind besonders ansprechend gestaltet, ausführlich genug, mit Bildern und Namen, wodurch sie realer erscheinen als lediglich ein einfacher Text. Weiter unten auf der Seite finden sich sowohl Informationen zum sicheren Bezahlen als auch zwei Auszeichnungen, welche das Vertrauen stärken.

#7 AB Tests

Wie soft oft gilt auch für Landing Pages: Testen, testen, testen. Glücklicherweise gibt es einige Tools, die dabei helfen, Landing Pages schnell und einfach zu erstellen. So können Tests ohne großen Aufwand durchgeführt und ausgewertet werden. Die unter PPC-Marketern vermutlich bekanntesten Plattformen sind: Unbounce, Instapage und Leadpages.

Oft werden erste Tests durchgeführt, um Buttons in verschiedenen Farben gegeneinander in den Wettbewerb zu schicken, oder einen runden CTA gegen einen eckigen auszutauschen. Auch wenn diese Tests kleine Erfolge bringen können, sollten wir uns im ersten Schritt auf das Wichtigste konzentrieren: Welches Kaufargument sollte auf der ersten Seite, above the fold, stehen? Inwieweit beeinflussen verschiedene Preise und Rabatte die Abschlussrate?  

Unsere Anzeigen lediglich zur Homepage unserer Webseite zu verlinken ist nicht genug: Für herausragende Ergebnisse auf Google Ads müssen wir Landing Pages erstellen, die an unsere Textanzeigen angepasst sind. Mit einem klaren Ziel und prägnanten Informationen können wir sowohl unsere Abschlussraten erhöhen, als auch den Preis pro Klick auf Google senken.

Negative Keywords sind jetzt wichtiger denn je

Negative bzw. ausschließende Keywords sorgen dafür, dass Google Ads Anzeigen nicht für irrelevante Suchen ausgespielt werden. Durch die jüngsten Änderungen des Berichtes zu Suchbegriffen sind negative Keywords jetzt noch wichtiger als bereits zuvor.

Seit September 2020 zeigt Google im Bericht zu Suchbegriffen nur noch Begriffe, die von einer „signifikanten Anzahl an Nutzern“ gesucht wurden. Diese Neuerung soll dem Schutze der Privatsphäre der Suchenden dienen, hat aber zeitgleich große Auswirkungen darauf, wie Werbetreibende ihre Konten verwalten.

Automatisierung auf dem Vormarsch, eingeschränkte Transparenz

Die Änderungen der letzten Monate lassen nicht viele Zweifel daran, dass alles Richtung Automatisierung deutet. Von Änderungen in Keyword-Optionen, über smarte Kampagnen bis hin zu responsiven Anzeigen. Für datenhungrige Werbetreibende, die ihre Konten im Detail verstehen und optimieren wollen, birgt dies aber Herausforderungen.

Während viele der Neuerungen durch maschinelles Lernen zu besseren Ergebnissen beitragen sollen, sind die Vorteile der Einschränkungen des Berichtes zu Suchbegriffen weniger offensichtlich. Hauptsächlich steht dabei die Privatsphäre der Suchenden im Vordergrund, seitens der Marketer verspricht Google eine einfachere Verwaltung der Konten. Eine reduzierte Anzahl an Suchbegriffen soll übersichtlicher sein, wodurch es leichter fallen soll, sich auf die wichtigsten zu konzentrieren.  

Wie viele Daten gehen tatsächlich verloren?

Nach wie vor zeigt der Bericht gelegentlich Suchbegriffe mit lediglich einer einzigen Impression und ohne Klick. Dies wirft die Frage auf, wie genau „signifikant“ bestimmt wird. Google nimmt jedoch keine Stellung dazu und bleibt bei seiner vagen Formulierung.

Wie viele Suchbegriffe nun verborgen sind ist in jedem Account unterschiedlich. Manche Werbetreibende berichten, weiterhin nahezu 90% ihrer Klicks einem Keyword zuordnen zu können, während andere nur noch für weniger als die Hälfte Informationen erhalten.

Wie viele Klicks einer Kampagne nun von Suchbegriffen stammen, die du nicht einsehen kannst, erfährst du durch einen Blick in den Bericht zu Suchbegriffen. Die dort gezeigten Klicks und Impressionen kannst du mit den gesamten Klicks und Impressionen der Kampagne oder Anzeigengruppe vergleichen. In unserem Beispiel sind von den 2.584 Klicks nur 1.420 in dem Bericht zu Suchbegriffen einsehbar, sprich etwa 55%.

Proaktiv negative Keywords hinzufügen

Um Anzeigen nur für relevante Suchen auszuspielen sind negative Keywords von höchster Bedeutung. Der Verlust an Daten zu bisherigen Suchbegriffen hat zur Folge, dass sich Marketer nicht mehr nur auf diesen Bericht verlassen können, sondern proaktiv nach neuen negativen Keywords suchen müssen. Glücklicherweise gibt es mehrere kostenlose Tools, die dabei helfen können.

Historische Daten: Um die Liste negativer Keywords einmalig aufzustocken lohnt es sich, in die historischen Daten des Google Ads Kontos einzutauchen. Wer schon über einen längeren Zeitraum Anzeigen geschaltet hat kann für den Zeitraum bis September 2020 weiterhin jene Suchbegriffe einsehen, die für neuere Suchen nicht mehr im Bericht zu Suchbegriffen erscheinen würden.

Google Search Console: Die Search Console gibt Aufschluss über die Impressionen und Klicks, die ohne Anzeigen erzielt wurden. Zwar ist auch dieser Bericht nicht vollständig, allerdings sind die Suchbegriffe nicht zwingend dieselben wie auf Google Ads. So können bereits einige Lücken gefüllt werden.

Google Keyword-Planer: Der in Google Ads integrierte Keyword-Planer wurde entwickelt, um Keyword-Ideen für Suchkampagnen zu finden. Basierend auf Suchbegriffen oder einer Webseite werden verschiedene Begriffe vorgeschlagen. Diese Liste kann auch als Grundlage dienen, nicht relevante Begriffe zu identifizieren und diese proaktiv zu den negativen Keywords hinzuzufügen.

Keyword Sheeter: Wie auch der Google Keyword-Planer hilft Keyword Sheeter dabei, neue Keywords zu finden. Basierend auf einem Suchbegriff werden hunderte bis tausende neue Ideen generiert, die im Anschluss nach potenziellen irrelevanten Begriffen durchsucht werden können.

Answer the Public: Auch die Webseite answerthepublic.com zielt hauptsächlich darauf ab, neue Keywords zu entdecken. Der große Vorteil dieser Seite ist, dass die Ergebnisse thematisch sortiert werden, wodurch es leichter fallen kann, ganze Gruppen irrelevanter Begriffe zu entdecken.

Microsoft Ads: Bislang hat Microsoft nicht denselben Weg eingeschlagen und Suchbegriffe für Suchen auf Bing sind nach wie vor vollständig verfügbar. So kann eine Microsoft-Kampagne dabei helfen, nicht relevante Begriffe zu identifizieren und im Anschluss auch auf Google auszuschließen.

Dass negative Keywords entscheidend für den Kampagnen-Erfolg sind, dürfte niemandem neu sein. Proaktiv neue negative Keywords zu identifizieren ist jedoch für viele Werbetreibende noch nicht Teil des Tagesgeschäftes. Nutze unsere Tipps, um deine negativen Keyword-Listen stets aktuell zu halten und auch weiterhin hohe Relevanz deiner Anzeigen zu garantieren.

Benutzerdefinierte Zielgruppen in Google Suchanzeigen

Zielgruppen auf Google Ads galten lange Zeit als Instrument für Display-Kampagnen. Doch die Ausrichtung auf Zielgruppen kann auch zu besseren Ergebnissen in Suchanzeigen verhelfen.

Benutzerdefinierte Zielgruppen auf Google sind nicht neu, doch die Definition dieser Zielgruppen unterging Ende 2020 einer großen Veränderung. Während zuvor klar zwischen Absicht und Interesse unterschieden wurde, basieren die neuen Gruppen auf detaillierten Targeting-Optionen mit der Möglichkeit, verschiedene Gruppen einfach zu kombinieren. Die neuen benutzerdefinierten Zielgruppen bergen großen Potenzial, um auch in Suchkampagnen effektivere Anzeigen zu schalten.

Was bedeutet Ausrichtung auf Zielgruppen?

Zielgruppen auf Google sind Nutzer, die aufgrund verschiedener Merkmale wie ihren Absichten, sowie ihren Interessen und Gewohnheiten gruppiert werden. Für die Definition dieser Zielgruppen stehen viele Kategorien zur Auswahl, die von Google basierend auf dem Suchverhalten und anderen Online-Aktivitäten ermittelt werden.

Durch die Ausrichtung auf Zielgruppen können sowohl in Such- als auch in Display-Kampagnen Anzeigen speziell an die Nutzer ausgeliefert werden, die sich für die ausgewählten Kategorien interessieren.

Welche Zielgruppen gibt es in Suchkampagnen?

Für Textanzeigen auf Google stehen verschiedene Möglichkeiten zur Gruppierung zur Verfügung.

  • Gemeinsame Interessen
  • Detaillierte demographische Merkmale
  • Kaufbereite Zielgruppen
  • Kunden aus eigenen CRM-Daten
  • Remarketing
  • Ähnliche Zielgruppen

Neben diesen bestehenden Optionen gibt es zudem die Kategorie ähnliche Zielgruppen. Durch diese Zielgruppen-Definition können Nutzer erreicht werden, die ähnliche Interessen wie beispielsweise bestehende Kunden oder Besucher der Webseite haben, ohne die jeweiligen Interessen selbst einsehen zu können.

Schritt 1: Neue Zielgruppen erstellen

Unter dem Werkzeugsymbol in der gemeinsam genutzten Bibliothek findet sich der Unterpunkt Zielgruppenverwaltung. Hier lassen sich Zielgruppenlisten bearbeiten und hinzufügen. Neben der Zielgruppen für Remarketing-Kampagnen auf Google findet sich ein Reiter für benutzerdefinierte Zielgruppen.

Über das Plus-Symbol kann eine neue Zielgruppe erstellt werden. In der neuen Version der Google Zielgruppen stehen zwei Optionen zur Verfügung: Nutzer mit einem dieser Interessengebiete oder einer dieser Kaufabsichten und Nutzer, die auf Google nach einem dieser Begriffe gesucht haben. Für beide Optionen lassen sich eigene Begriffe eintragen, wobei Google bei bestehenden Konten auch erste Ideen vorschlägt.

Zudem besteht die Möglichkeit, Webseiten anzugeben, die ein idealer Kunde möglicherweise besucht. Google kann dadurch Nutzer einschließen, die diese oder ähnliche Webseiten besuchten.

Schritt 2: Zielgruppen zu einer Kampagne hinzufügen

Innerhalb einer Kampagne oder Anzeigengruppe im Menüpunkt Zielgruppen können die bereits erstellten Zielgruppen ausgewählt und zur Kampagne hinzugefügt werden.

Ausrichtung: Dies bedeutet, dass die Anzeigen nur für diese Zielgruppe ausgespielt werden. Wenn ein Nutzer also nicht zu der definierten Zielgruppe gehört und eines der angegeben Keywords in der Suche eingibt, sieht er die Anzeige nicht. Der Vorteil liegt auf der Hand: Durch Zielgruppen können wir Kampagnen kontrollieren und nicht relevante Impressionen und Klicks vermeiden, wodurch die Kosten sinken. Allerdings kann diese Einstellung die Reichweite der Anzeigen deutlich einschränken und sollte nur dann angewandt werden, wenn das Suchvolumen ausreichend hoch ist und wir uns sicher sein können, dass tatsächlich nur diese Zielgruppe für uns interessant ist.

Beobachtung: In diesem Fall wird die Reichweite der Anzeigen nicht eingeschränkt. Das Hinzufügen der Zielgruppe hat keinerlei Auswirkung auf die Ergebnisse der Kampagne, sondern dient in einem ersten Schritt lediglich der Datensammlung. Ist eine Zielgruppe hinzugefügt können die üblichen Kampagnen-Daten, wie beispielsweise Impressionen, Klicks und Abschlüsse nun auch gesondert für diese Zielgruppe eingesehen werden. Sollte sich dabei herausstellen, dass die Zielgruppe besonders gute oder besonders schlechte Ergebnisse bringt, kann eine prozentuale Gebotsanpassung vorgenommen werden.

In den meisten Fällen bietet es sich an, die Einstellung Beobachtung zu übernehmen und anschließend die Gebote basierend auf den Daten der Kampagnen anzupassen. So können beispielsweise Gebote für Gruppen mit besonders hohen Abschlussraten erhöht werden, um mehr Suchende mit ähnlichem Nutzerverhalten zu erreichen. Wie so oft ist von hoher Bedeutung, sich dabei am ROI oder CPA zu orientieren, um die besten Ergebnisse zu erzielen.

Die Ausrichtung auf Zielgruppen und ihre neue Definition ermöglicht es, detaillierte Daten zu verschiedensten Nutzer- und Interessengruppen zu sammeln. Egal, ob Anzeigen ausschließlich an diese Nutzer ausgespielt, oder lediglich Gebotsanpassungen vorgenommen werden – spätestens mit neuen benutzerdefinierten Optionen sollten Zielgruppen nicht mehr nur Display-Kampagnen angehören.

Brand Bidding: Mit Google Ads auf die eigene Marke bieten?

Brand-Bidding bezeichnet das Schalten von Anzeigen mit Keywords des Unternehmens- oder Markennamens. Insbesondere, wenn die eigene Webseite bereits gute organische Ergebnisse erzielt, stellt sich die Frage: Lohnt es sich, auf die eigene Marke zu bieten?

Lange Zeit war Brand-Bidding umstritten. Das Hauptargument gegen die Marken-Kampagnen war, dass ein Nutzer, der nach einer bestimmten Marke sucht, diese sowieso finden würde. Nachdem jedoch aus einer Studie von Google selbst hervorging, dass knapp 90% der durch Google Ads erzielten Klicks nicht von organischen Klicks kompensiert werden, führten zahlreiche Marketer ähnliche Tests durch und untersuchten dabei auch reine Marken-Kampagnen. Das Ergebnis? Auch wenn die exakten Zahlen von vielen Faktoren abhängen und variieren können, bestätigte sich eine allgemeine Tendenz: Brand-Bidding-Kampagnen hatten auch nach Abzug der sonst organisch entstanden Klicks einen positiven ROI. Doch warum sind Marken-Kampagnen so erfolgreich?

8 Gründe, auf den eigenen Markennamen zu bieten

Kontrolle: Durch Brand-Bidding kannst du genau kontrollieren, was Nutzer sehen, wenn sie nach deiner Marke suchen. Die Beschreibungen der organischen Suchergebnisse werden nicht immer exakt von den Meta-Beschreibungen der Webseite übernommen und Änderungen werden nicht mit sofortiger Wirkung angepasst.

Mit einer Google Ads Kampagne bestimmst du jederzeit selbst, welche Beschreibung verwendet wird. Zusätzlich kannst du durch Extensionen wichtige Informationen gesondert hervorheben, wie im Beispiel von Mailchimp deutlich wird.

Tests und Daten: Eine Marken-Kampagne erlaubt es, Tests durchzuführen, um herauszufinden, welche Titel und Beschreibungen die besten Ergebnisse bringen. So können verschieden Kaufargumente, Slogans oder Angebote ausprobiert und ihre Klick- und Abschlussraten verglichen werden. Dies kann später dann auf die Webseite und SEO angewendet werden. Durch die Google Ads Kampagne kannst du sicherstellen, dass deine Botschaft genau die ist, die potenzielle Kunden sehen wollen.

Dominanz der Suchergebnisse: Selbst, wenn du bereits auf Position 1 der Suchergebnisse erscheinst, werden außer deiner Webseite noch 9 weitere Ergebnisse auf der ersten Seite der Ergebnisse angezeigt. Durch eine zusätzliche Anzeige nimmst du mehr Platz in den Suchresultaten ein, wodurch die organischen Ergebnisse der Konkurrenz oder mögliche negative Bewertungen in den Ergebnissen weiter nach unten rücken.

Günstige Klicks hoher Qualität: Marken-Kampagnen haben üblicherweise eine hohe Klick- und Abschlussrate sowie einen hohen Qualitätsfaktor. Dadurch sind die Klickkosten besonders niedrig. Die Qualität der Klicks ist zudem überdurchschnittlich hoch, da die Suchenden die Marke bereits kennen und aktiv nach ihr suchen.

Angepasste Landing Pages: Das organische Ergebnis einer Markensuche verlinkt meist zur Homepage des Unternehmens. Durch eine Google Ads Kampagne können die Suchenden zu einer anderen Landing Page geleitet werden, beispielsweise zu einer Seite mit einem speziellen Angebot oder mit Informationen, die speziell für wiederkehrende Nutzer interessant sein können.

Regionale Ausrichtung: Wer verschiedene Standorte hat oder gar unterschiedliche Produkte und Dienstleistungen je nach Standort anbietet, kann von Marken-Kampagnen profitieren. Die Anzeigen können an den Such-Ort angepasst werden, was in dieser Form rein durch das organische Ergebnis nicht möglich wäre.

Der Konkurrenz trotzen: Egal, ob du selbst auf deine Marke bietest oder nicht – die Konkurrenz kann Anzeigen für Suchen nach deiner Marke schalten. In diesem Fall ist es egal, auf welcher organischen Position du erscheinst: Wenn die Konkurrenz auf deine Marke bietet und du nicht, sehen Suchende zuerst die konkurrierende Webseite, da Anzeigen oberhalb der organischen Ergebnisse erscheinen. So können potenzielle Kunden, die möglicherweise bereits nahe an einem Abschluss stehen, bei einem Mitbewerber landen.

Wie das Beispiel der Suche nach der Webseite von Anwalt24 zeigt, kann dies große Auswirkungen haben. Obwohl wir nach dem genauen Namen des Unternehmens suchen und dieses die erste Position in den organischen Ergebnissen einnimmt, werden zuvor vier Anzeigen von anderen Anwälten eingespielt. Die eigentlich gesuchte Webseite ist damit nur gerade so sichtbar und auf Mobilgeräten müsste bereits weit gescrollt werden, um sie überhaupt zu finden.

Positiver Einfluss auf das Google Konto: Google nimmt offiziell keine Stellung dazu, ob die Ergebnisse einer Kampagne auch die Ergebnisse anderer eigener Kampagnen beeinflussen könnten. Mit Sicherheit kann es daher nicht gesagt werden, viele Tests und Erfahrungswerte lassen jedoch vermuten, dass eine Kampagne mit derart guten Kennzahlen einen positiven Effekt auf andere Kampagnen hat.

Marken-Suche ist nicht gleich Marken-Suche

Für eine erfolgreiche Brand-Bidding-Kampagne ist die richtige Kampagnen-Struktur entscheidend. Nicht alle Marken-Suchen sind von gleicher Qualität, was sich in den Anzeigengruppen widerspiegeln sollte.

Zunächst unterscheiden wir zwischen einer reinen Marken-Suche, die nur den Namen des Unternehmens oder der Marke enthält, und einer kombinierten Marken-Suche. Die reine Marken-Suche stellt die erste Anzeigengruppe dar.

In die zweiten Anzeigengruppe nehmen wir diejenigen Suchen auf, die den Markennamen gemeinsam mit einem weiteren Begriff enthalten. Suchen nach genauen Produktreferenzen, -details oder Preisen fallen in diese Kategorie. Für große Webseiten mit einem breiten Produktangebot kann die Anzeigengruppe in mehrere aufgeteilt werden, um eine passende Anzeige für jede Produktkategorie schalten zu können.

Nicht alle Marken-Suchen suggerieren zwingend eine hohe Kaufabsicht. Daher ist es wichtig, diese zweite Anzeigengruppe zu beobachten und den Bericht zu Suchbegriffen zu konsultieren. Sollten einzelne Keywords geringere Abschlussraten aufweisen, können sie in eine separate Anzeigengruppe verschoben werden. Durch die Gruppierung nach Kaufabsicht kannst du sowohl CPC-Gebote als auch Ziele anpassen. Wie immer sollte auch in reinen Brand-Kampagnen mit negativen Keywords gearbeitet werden, um beispielsweise Karriere-Seiten oder den Kunden-Login auszuschließen. Unser Tipp: Sollte deine Kundenbasis groß genug sein, kannst du bereits bestehende Kunden von der Marken-Kampagne ausschließen.

Was ist mit anderen Markennamen?

Für andere Markennamen, beispielsweise den Namen eines Konkurrenz-Unternehmens, dürfen Anzeigen geschaltet werden. Lediglich in der Textanzeige selbst darf der Name eines Konkurrenten nicht verwendet werden.

Diese Kampagnen unterscheiden sich allerdings deutlich von den Kampagnen des eigenen Namens. Die niedrigere Anzeigenrelevanz führt zu einem niedrigerem Qualitätsfaktor, sowie geringen Klick- und Abschlussraten. Das Ergebnis sind höhere CPCs und CPAs.

Diese Kampagnen können je nach Industrie einen Versuch wert sein, allerdings sollten die Suchbegriffe genauso wie allgemeine Suchbegriffe ohne Markenbezug behandelt werden: Sind die Ergebnisse ausreichend gut und führen zu dem gewünschten ROI spricht nichts gegen eine solche Kampagne.

Brand-Bidding-Kampagnen sind dank hoher Abschlussraten beliebt und viele Gründe sprechen für sie. Trotz ihrer generell sehr guten Ergebnisse ist es jedoch wichtig, die Kampagnen ordentlich zu verwalten. Wie auch bei generischen Suchbegriffen führen eine gute Kampagnen-Struktur, negative Keywords und laufende Tests zu den besten Ergebnissen.