Die passende Google Shopping Gebotsstrategie wählen

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Für die Erstellung von Google Shopping Kampagnen stehen mehrere Gebotsstrategien zur Auswahl. Doch welche bringt die besten Ergebnisse?

Google Ads und Google Shopping bieten mehrere Gebotsstrategien an, die auf verschiedene Arten von Kampagnenzielen zugeschnitten sind. Die Gebotsstrategie ist maßgeblich für den Erfolg einer Kampagne und sollte daher mit Bedacht gewählt werden. Welche Gebotsstrategie sich anbietet hängt von verschiedenen Faktoren ab.

Smart oder Standard-Shopping?

Die erste Frage, die sich bei der Einrichtung einer neuen Kampagne stellt, ist ob Smart oder Standard Shopping gewählt werden sollte. Dies bezeichnet noch nicht die tatsächliche Gebotsstrategie, je nach gewählter Option sind im Anschluss allerdings unterschiedliche Gebotsstrategien verfügbar.

Der Hauptunterschied zwischen den beiden Kampagnen-Typen besteht darin, dass smarte Shopping Kampagnen eine Kombination aus einer Shopping- sowie einer Display Remarketing-Kampagne bilden. Diese Anzeigen sind komplett automatisiert und werden in Google Shopping, im Google Display-Netzwerk, sowie auf YouTube und Gmail ausgeliefert. Mehr zu Smart Shopping und seinen Vor- und Nachteilen findet ihr in unserem Google Smart Shopping Guide.

Gebotsstrategien in Smarten Shopping Kampagnen

In Smarten Kampagnen werden sowohl Platzierungen als auch Gebote von Google gesteuert. Doch auch hier kann eine Gebotsstrategie gewählt werden, an dem sich die automatischen Gebote ausrichten.

Conversion-Wert maximieren: Google versucht bei dieser Strategie, das gesamte Budget zu verwenden und dabei den höchsten Gesamtwert an Verkäufen zu erzielen. Nicht die Anzahl der Abschlüsse, sondern ihr tatsächlicher Wert steht im Vordergrund.

Ziel-ROAS: Der Return on Advertising Spend bezeichnet den tatsächlich erzielten Gewinn pro Werbeausgabe in Euro. Diese Optionen bietet sich nur dann an, wenn ausreichend Zielabschlüsse vorliegen. Ausreichend bedeutet, dass innerhalb der letzten 30 Tage mindestens 15 Conversions erzielt werden mussten. Je größer die Kampagne, umso besser funktionierte diese Strategie.

Gebotsstrategien in Standard Shopping Kampagnen

Im Gegensatz zu smarten Kampagnen werden Standard Shopping Kampagnen nur auf Google Shopping ausgeliefert und die Gebote können selbst festgelegt werden. Doch auch in Standard Kampagnen stehen automatische Gebotseinstellungen zur Verfügung, bei denen Google durch maschinelles Lernen die Gebote bestimmt.

Klicks maximieren: Das Ziel hierbei ist, möglichst viele Klicks innerhalb des Tagesbudgets zu erzielen. Diese Gebotsstrategie wird immer dann empfohlen, wenn möglichst viel Traffic erzielt werden soll. Die Klickpreise sind häufig niedriger als mit in conversion-orientierten Kampagnen, die Qualität und Abschlussrate der Besucher jedoch oft ebenfalls.

Ziel-ROAS: Wie auch in smarten Kampagnen steht in Standard-Kampagnen die Option eines Ziel-ROAS zur Auswahl, durch den ein gewünschtes Umsatz/Kosten-Verhältnis erreicht werden soll.

Manueller CPC: Bei dieser Strategie bestimmt ihr selbst, wie viel ihr bereit seid, maximal pro Klick zu zahlen. Die Betonung liegt dabei auf maximal, denn der tatsächliche Klickpreis liegt häufig unter dem angegebenen Maximum. Durch diese Strategie behaltet ihr die volle Kontrolle über die Kosten pro Klick, könnt jedoch nicht von maschinellem Lernen seitens Google profitieren.

Auto-optimierter CPC: Diese Zusatzoption für manuelle Gebote erlaubt es Google, den angegebenen maximalen CPC zu überschreiten, wenn ein Zielabschluss wahrscheinlich ist. Es kann angegeben werden, ob die Anzahl an Conversions oder der Conversion-Wert ausschlaggebend für die Optimierung sein soll. Dadurch verbindet diese Strategie Kontrolle und Automatisierung und bietet sich für viele Kampagnen an.

Überlegungen bei der Wahl der Strategie

Der wichtigste Faktor für die Auswahl der passenden Gebotsstrategie ist das Unternehmensziel. Bevor eine Strategie für die Gebotsverwaltung gewählt werden kann, solltet ihr klar definieren, ob das Ziel ein möglichst schnelles Wachstum, ein bestimmter ROAS, oder der nachhaltige Aufbau der Marke ist. Die Gebotsstrategie kann dann an diesem Hauptziel ausgerichtet werden.

Neben dem Unternehmensziel spielt auch das Produkt und die Gesamtzahl der Abschlüsse eine entscheidende Rolle. Handelt es sich um kleine Kampagnen oder besonders hochpreisige Produkte bietet sich oft eine manuelle Strategie an: Für automatisierte Gebotsstrategien benötigt Google ein gewisses Volumen an Zielabschlüssen und durchläuft eine anfängliche Lernphase. Wer also durch niedriges Budget oder durch die Art des Produktes nur wenige Conversions verzeichnen kann, sollte lieber von Automatisierungen wie dem Ziel-ROAS absehen und ist mit manuellen Geboten oder Klickmaximierung besser beraten.

Abschließend sollte auch berücksichtigt werden, wie viel Zeit in die laufende Optimierung der Kampagnen investiert werden kann. Wenn nur wenige Ressourcen vorhanden sind und die Shopping-Anzeigen mit geringem Zeitaufwand gehandhabt werden sollen, kann eine automatisierte Strategie von Vorteil sein.

Für die Wahl der Gebotsstrategie auf Google Shopping sollten stets drei Faktoren berücksichtigt werden: Das Unternehmensziel, die Anzahl der Conversions, die verfügbare Zeit, die in die Optimierung der Kampagnen investiert werden kann. Wichtig zu beachten ist auch, dass jede Kampagne eine andere Gebotsstrategie verfolgen kann. So kann je nach Produktart oder Kaufabsicht die jeweils passende Strategie gewählt werden.

Kundenrakete

René Lavrijsen

kundenrakete

René Lavrijsen ist der Inhaber von Kundenrakete. Er stammt aus den Niederlanden und arbeitet seit über 10 Jahren in Deutschland in verschiedenen Unternehmen, von Start-ups bis hin zu Großunternehmen. Seine beruflichen Fähigkeiten konzentrieren sich auf Online-Werbung.

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