Smarte Shopping Kampagnen testen und analysieren

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Viele Marketer stehen den smarten Kampagnen auf Google Shopping noch skeptisch gegenüber. Mit unseren Tipps könnt ihr diese neuen Untertyp der Google Shopping Kampagnen ohne großes Risiko testen.

Smarte Shopping Kampagnen glänzen durch vereinfachte Kampagnenverwaltung und eine hohe Orientierung an einem Ziel-ROAS oder an Umsatzmaximierung durch maschinelles Lernen. Die damit einhergehende reduzierte Transparenz sowie die stark eingeschränkten Optimierungsmöglichkeiten führen allerdings dazu, dass viele Werbetreibende noch nicht den Schritt zu smarten Kampagnen wagen wollen.

Smarte und Standard-Kampagnen schließen sich nicht aus

Smarte und Standard-Kampagnen können gleichzeitig über dasselbe Konto geschaltet werden. Dadurch besteht die Möglichkeit, smarte Kampagnen zu testen, ohne die bisherigen Shopping Kampagnen pausieren zu müssen. Die ersten Tests können vorsichtig mit nur einem Teil der Produkte durchgeführt werden, ohne das Gesamtergebnis zu sehr zu beeinträchtigen.

Wichtig zu wissen ist dabei, dass smarte Kampagnen stets höhere Priorität als Standard-Kampagnen haben. Wird dasselbe Produkt in beiden Kampagnen verwendet, erhält es in der Standard-Kampagne keine Impressionen mehr. Um smarte Shopping Kampagnen zu testen bietet es sich daher an, die Produkte der Standard-Kampagnen von der smarten Kampagne auszuschließen.

Mehr Daten durch Google Analytics

Die verfügbaren Daten innerhalb der Kampagnen-Oberfläche von Smart Shopping sind begrenzt, doch über Google Analytics können weiterhin interessante Daten gewonnen werden. Eine einfache Methode, um smarte Kampagnen innerhalb von Analytics besser zu verstehen, ist die Erstellung von Segmenten. Durch Klick auf Neues Segment kann ein personalisiertes Segment erstellt werden, beispielsweise mit dem Namen der Shopping-Kampagne.

Ist das Segment ausgewählt werden alle Daten gefiltert angezeigt. So sind nur die Besuche der Webseite einbezogen, die durch die jeweilige Kampagne entstanden sind. Webseite-Aktivitäten wie Besuche bestimmter Unterseiten, das Erreichen verschiedener Zielvorhaben und mehr können somit isoliert für diese Kampagne betrachtet werden und wertvolle Einblicke bieten.

Labels helfen dabei, Produkt-Performance zu verstehen

Den Daten des Produktfeeds können bis zu fünf benutzerdefinierte Labels hinzugefügt werden. Meist werden die Labels verwendet, um Produkte in Kategorien wie beispielsweise Kleidungsstücke nach der Jahreszeit zu unterteilen.

Die Labels haben keinen direkten Einfluss auf die Ergebnisse der Kampagne und sind für den Endnutzer nicht sichtbar. Insbesondere in smarten Kampagnen kann es also von Vorteil sein, diese Labels zur feineren Segmentierung zu nutzen, um Berichte für verschiedene Produktgruppen einzusehen oder Produkte auf mehrere unterschiedliche Kampagnen zu verteilen.

In den Berichten der Google Ads Plattform lassen sich diese Label in nur wenigen Klicks als Dimension zu Berichten hinzufügen. Unter dem Menüpunkt Berichte und der Option Benutzerdefiniert befindet sich ein simpler Editor, der wichtige Kennzahlen der Kampagnen, aber auch zusätzliche Informationen wie Labels, in einer Tabelle oder Grafik darstellen kann.

Die benutzerdefinierten Labels helfen uns dabei, detaillierte Informationen für eine kleinere Gruppe an Produkten einsehen zu können.

Geduld als höchstes Gebot

Insbesondere in der Welt des Online-Marketing haben wir uns daran gewöhnt, schnelle Ergebnisse zu sehen. Da der Erfolg von smarten Kampagnen aber vom maschinellen Lernen seitens Google abhängig ist, sollten wir nicht zu früh Schlüsse aus den Ergebnissen ziehen und nach nur wenigen Tagen große Änderungen vornehmen.

Generell wird empfohlen, mit der Auswertung 30 Tage zu warten und auch kleinere Änderungen zumindest nicht in den ersten zwei Wochen durchzuführen. Auch wenn das Warten schwer fallen kann lohnt sich die Geduld – ist die anfängliche Lernphase abgeschlossen, kann Google die Kampagnen besser optimieren und Werbetreibenden stehen relevantere Daten zur Verfügung. 

Auch wenn smarte Shopping Kampagnen auf der Plattform selbst nur wenige Einblicke in die Ergebnisse bieten, haben wir als Marketer noch einige Tricks im Ärmel um unsere Kampagnen auch weiterhin verstehen und analysieren zu können. Anstatt komplett auf smarte Kampagnen umzusteigen kann es sich lohnen, mit einer kleinen Auswahl an Produkten zu beginnen, um die Leistung dieses Kampagnentyps zu verstehen.

Kundenrakete

René Lavrijsen

kundenrakete

René Lavrijsen ist der Inhaber von Kundenrakete. Er stammt aus den Niederlanden und arbeitet seit über 10 Jahren in Deutschland in verschiedenen Unternehmen, von Start-ups bis hin zu Großunternehmen. Seine beruflichen Fähigkeiten konzentrieren sich auf Online-Werbung.

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