Keyword Recherche für Google Ads

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Passende Suchbegriffe zu finden, ist eine der wichtigsten Aufgaben bei der Erstellung von Google Ads Kampagnen und auch in der laufenden Verbesserung der Anzeigen spielen Keywords eine wichtige Rolle.

Keywords sind das Herzstück einer Google Ads Kampagne. Sie beschreiben all die Wörter und Phrasen, für die Anzeigen auf Google erscheinen sollen. Wie du die richtigen Keywords findest und für die passenden Suchbegriffe gefunden wirst, erfährst du im Folgenden.

Brainstorming als Ausgangspunkt

Niemand kennt dein Produkt so gut, wie du selbst. Daher macht es Sinn, mit eigenen Ideen zu starten. Um strukturiert vorzugehen wählen viele Marketer ein Mind Map: Dabei bestimmen sie zunächst verschiedene Themenbereiche, die für das Produkt oder die Dienstleistung relevant sind. Für diese Themenbereiche suchen sie dann entweder direkt nach Keywords, oder schlüsseln die Bereiche noch weiter in mehrere Untergruppen auf, denen dann Keywords zugeordnet werden. Wie groß und komplex das Mind Map schlussendlich ist, hängt davon ab, wie vielseitig das jeweilige Angebot ist.

Um diese erste Liste an Ideen zu erweitern kommt die eigene Webseite ins Spiel. Da Suchbegriffe im Idealfall auf die Landing Pages abgestimmt sein sollten, macht es Sinn, auf eben diesen Seiten nach Inspiration und relevanten Schlagwörtern zu suchen und diese in das Mind Map aufzunehmen.

Die Google Suche nutzen

Wir wollen auf Google Werbung schalten – welche Plattform bietet sich also besser für die Recherche an als Google selbst? Durch die simple Eingabe der Suchbegriffe in einer normalen Google Suche können wir weitere Ideen erhalten.

Automatische Vervollständigungen geben uns einen Hinweis darauf, was häufig gesucht wird. Diese Vorschläge werden aus bereits getätigten Suchen anderer Nutzer generiert. Zwar spielen weitere Faktoren eine Rolle in die Auswahl der vorgeschlagenen Begriffe, doch die Suchhäufigkeit scheint den größten Einfluss auf die Liste der Vorschläge zu haben, wodurch sie eine ideale Basis für neue Keyword-Ideen darstellen.

Auch bis zum Ende der Seite zu scrollen lohnt sich. Dort finden sich nämlich die sogenannten verwandten Suchanfragen. Manchmal decken sich diese teilweise mit den automatischen Vervollständigungen, häufig finden sich hier jedoch einige zusätzliche Ideen.

Wer noch einen Schritt weiter gehen möchte besucht den Keyword-Planer im Menüpunkt Werkzeuge der Google Ads Plattform. Basierend auf einer Webseite oder einem Keyword schlägt Google weitere Suchbegriffe vor. Neben den Keywords der bereits in den vorigen Schritten erstellten Liste und der eigenen Webseite, kann hier auch die Webseite der Konkurrenz Grundlage für die von Google generierten Keyword-Ideen darstellen.

Vorhandene Daten auswerten

Für bereits auf Google aktive Marketer bietet es sich an, sich die bereits gesammelten Daten zu Nutze machen. Im Bericht zu Suchbegriffen einer jeden Kampagne lässt sich einsehen, welche genauen Begriffe verwendet wurden. Dieser Schritt kann auf den ersten Blick unnötig erscheinen, da die Anzeigen ja bereits für diese Begriffe erschienen sind. Insbesondere in Kampagnen mit der Keyword-Option „weitgehend passend“ finden sich in dem Bericht aber häufig Suchanfragen, die so in dieser Form noch nicht als Keyword angegeben wurden. Eben diese Begriffe sind eine hervorragende Inspirationsquelle für die Recherche neuer Keywords.

Mit einer DSA-Kampagne können außerdem zusätzliche Ideen generiert werden. DSA steht für Dynamic Search Ads, ein Kampagnen-Typ, der ganz ohne Keywords auskommt. Google übernimmt die Auslieferung dieser Kampagnen basierend auf den Keywords und Themen der Zielseiten. Der Bericht zu Suchbegriffen dieser Kampagnen ist gefüllt mit Ideen, die in die Keyword-Liste anderer Kampagnen aufgenommen werden können. Vorsicht: Seit September 2020 werden nicht mehr alle Suchbegriffe in diesem Bericht angezeigt. Damit verliert diese Methode etwas an Bedeutung, doch sie bleibt weiterhin eine gute Grundlage für neue Keyword-Ideen.

Die richtigen Keywords auswählen

Wenn du all diese Schritte durchgeführt hast, solltest du über eine ausreichend lange Liste an möglichen Keywords verfügen. In vielen Fällen wollen wir aber erst mit einigen wenigen Suchbegriffen beginnen. Um zu entscheiden, welche der Suchbegriffe den Anfang machen sollten, empfehlen wir, drei Faktoren zu berücksichtigen.

Suchvolumen: Der bereits erwähnte Google Keyword-Planer bietet nicht nur Inspiration für neue Suchbegriffe, sondern auch hilfreiche Information bezüglich ihres monatlichen Suchvolumens.

Kosten: Neben dem Suchvolumen gibt Google auch Schätzungen dazu an, wie hoch die Konkurrenz ist und welche Kosten pro Klick man erwarten kann. Die Betonung liegt hierbei auf Schätzung, denn die tatsächlichen Kosten können stark davon abweichen. Zur grundlegenden Orientierung sind diese ungefähren Zahlen jedoch ausreichend.

Such- und Kaufabsicht: Hierbei handelt es sich um eine qualitativere Sichtweise. Manche Begriffe haben eine tendenziell höhere Kaufabsicht, meist sind diese die sogenannten long tail keywords. Andere Suchbegriffe haben eine geringere Kaufabsicht, da es sich bei ihnen um allgemeinere Suchanfragen handelt. Generell gilt: Je höher die Kaufabsicht, umso höher die Abschlussrate.

 Für die Ersterstellung einer Kampagne konzentrieren wir uns zunächst auf jene Keywords, die ein ausreichend hohes Suchvolumen haben, zugleich aber auch über eine hohe Kaufabsicht verfügen. Die geschätzten Klickkosten sind insbesondere dann ein wichtiges Kriterium, wenn wir basierend auf historischen Daten unsere Abschlussrate einschätzen können und wissen, wie viel wir maximal bereit sind, für einen Klick auszugeben.

Weitere Tools

Wer noch einen Schritt weiter gehen will kann zwischen einer Vielzahl an zusätzlichen Tools zur Recherche wählen.

Die Chrome-Extension Keyword Surfer ermöglicht es beispielsweise, direkt auf der Seite der Google Suchergebnisse hilfreiche Informationen zu ähnlichen Suchbegriffen, dem monatlichen Suchvolumen, sowie den geschätzten Klickkosten zu sehen.

Die Google Suchkonsole, auch unter dem Namen Webmaster Tools bekannt, bietet Einblicke in die aktuellen Suchbegriffe der organischen Suchergebnisse der eigenen Webseite. Diese können auch für Google Ads interessant sein – insbesondere dann, wenn die eigene Webseite auf organischem Wege nicht in den Top-Positionen der Suchergebnisse erscheint.

Weitere beliebte Plattformen sind Ubersuggest, keywordtool.io und SEMRush. Wenn du die vorherigen Schritte aber sorgfältig durchgeführt hast, sind diese zusätzlichen Plattformen zumindest zu Anfang nicht nötig. 

Passende Keywords zu finden ist am leichtesten, wenn du dabei methodisch vorgehst: Beginnend mit ersten Brainstorming-Ideen und Analyse der eigenen Webseite, gefolgt von Vorschlägen aus realen Suchen auf Google, anschließend vertieft mit dem Keyword-Planer und Daten aus bestehenden Kampagnen. Mit diesem strukturierten Ansatz gelingt die Keyword Recherche für erfolgreiche Google Ads Kampagnen!

Kundenrakete

René Lavrijsen

kundenrakete

René Lavrijsen ist der Inhaber von Kundenrakete. Er stammt aus den Niederlanden und arbeitet seit über 10 Jahren in Deutschland in verschiedenen Unternehmen, von Start-ups bis hin zu Großunternehmen. Seine beruflichen Fähigkeiten konzentrieren sich auf Online-Werbung.

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